Droth tritt an Stelle von Otmar Tholler

Freie Wähler nominieren Susanne Droth zur Bundestagskandidatin

Martina Purkhardt und Hans Friedl freuen sich über die Nominierung von Susanne Droth.
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Martina Purkhardt (links) und Hans Friedl (rechts) freuen sich über die Nominierung von Susanne Droth (Mitte).

Landkreis Fürstenfeldbruck – Die Freien Wähler haben eine neue Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Fürstenfeldbruck/Dachau nominiert. Die Bruckerin Susanne Droth soll nun bei der Wahl im Herbst den Einzug in den Bundestag schaffen.

Eigentlich hatten die FW bereits im April den Pucher Unternehmer Otmar Tholler als Kandidaten bestimmt. Dass die Kreisverbände Bruck und Dachau nach knapp zwei Monaten nun noch einmal zu diesem Zweck zusammenkommen mussten, hat einen bitteren Hintergrund: Tholler ist zwischenzeitlich erkrankt und könnte ein etwaiges Bundestagsmandat nicht mehr antreten.

„Es ist schade, dass ihn die Krankheit eingeholt hat“, sagte Brucks Kreisvorsitzender Hans Friedl bei der neuerlichen Nominierungsveranstaltung, die dieses Mal im Brucker Stadtpark stattfand. Seine Dachauer Amtskollegin Martina Purkhardt war sich aber sicher, in Susanne Droth „auf die Schnelle eine sehr gute Kandidatin gefunden zu haben“.

Susanne Droth war bislang das einzige politisch unbeschriebene Blatt in ihrer Familie. Ehemann Markus ist seit Jahren im Brucker Stadtrat, Sohn Quirin ist ihm kürzliche gefolgt. Und Tochter Veronika ist im Stadtjugendrat engagiert. „Ich habe immer gesagt, ich bin eigentlich keine Politikerin“, sagt Susanne Droth. Politik heiße aber nichts anderes, als Verantwortung in der Gesellschaft zu übernehmen. „Und das mache ich im Ehrenamt bei vielen Vereinen seit ich zwölf Jahre alt bin.“

Schwerpunkt Bildung, regionale Versorgung und erneuerbare Energien

Als ihre politischen Schwerpunkte bezeichnet die 50-jährige Bruckerin die Themen Bildung, regionale Versorgung und erneuerbare Energien. Dass sie diese nun für die FW verfolgen kann, verdankt sie auch einem Parteiwechsel ihres Mannes. Der war nämlich ursprünglich Mitglied der CSU – und mit ihm auch seine Frau. Doch dann wechselte Markus Droth zu den FW. Sehr zur Freude von Susanne Droth: „Ich fühle mich dort auch eher zuhause.“

Friedl hofft mit der Bruckerin das zu schaffen, was auch schon im Bayerischen Landtag geglückt ist: im dritten Anlauf ins Parlament einzuziehen. Angesichts aktueller Umfragewerte, bei denen die FW drei bis vier Prozent erreichen, ist er guter Dinge: „Wir werden die Fünf-Prozent-Hürde doch wohl knacken.“ Purkhardt sieht als gutes Indiz dafür an, dass die FW bei den Umfrageergebnissen seit Neuestem auch nicht mehr unter den „Sonstigen“ laufen, sondern mit einem eigenen Balken dargestellt werden.

Friedl erklärte, die FW müssten in Berlin als Korrektiv fungieren. „Die Rente mit 68 wird es mit uns nicht geben“, sagt er. Und auch die 50:50-Aufteilung des Kohlendioxidpreises auf Mieter und Vermieter sei in dieser Form falsch. „Die Freien Wähler wollen mit gesundem Menschenverstand nach Berlin“, sagt Friedl. Und Purkhardt ergänzte: „Für uns heißt es: mit Vollgas nach Berlin.“

Andreas Daschner

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