Freisprechungsfeier für 57 junge Handwerker im Landkreis Fürstenfeldbruck

Die Musikgruppe „Handgemacht“ sorgte für den musikalischen Rahmen bei der Freisprechungsfeier.

57 Lehrlinge aus dem Landkreis haben in diesem Jahr erfolgreich ihre Ausbildung in einem Handwerksberuf beendet. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter aus Politik, Handwerk, Schulen, Banken und Wirtschaft erhielten sie am 14. September bei der Freisprechungsfeier in der Aula des Graf-Rasso-Gymnasiums ihre Gesellenbriefe. „Heute steht ihr einmal im Mittelpunkt“, rief Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer den Absolventen zu. Aber auch für die Kreishandwerkerschaft stelle die Freisprechung stets ein besonderes Highlight dar, so Höfelsauer, der den Absolventen gratulierte und den Betrieben, Ausbildern, der Berufsschule sowie den Familien und Freunden für die gewährte Unterstützung während der Ausbildungszeit dankte. Musikalisch umrahmt wurde die Freisprechungsfeier von der Musikgruppe „Handgemacht“.

„Mit der Ausbildung haben sie sich ein solides Fundament geschaffen, auf dem sie aufbauen können“, sagte die Landtagsabgeordnete Kathrin Sonnenholzner (SPD) und dankte den Lehrherren, dass sie sich nicht der Verantwortung entzogen haben, nur um ein bisschen mehr Profit zu machen, sondern den jungen Menschen eine Perspektive geboten haben. Als einen wichtigen Baustein für die Zukunft bezeichnete die stellvertretende Landrätin Gisela Schneid (CSU), die abgeschlossene Ausbildung und gab den jungen Gesellinnen und Gesellen mit auf den Weg, in ihrem Beruf stets neugierig und auch offen für außergewöhnliche Erfahrungen zu bleiben. „Mit ihrem Abschluss haben sie den ersten Schritt auf der beruflichen Karriereleiter erfolgreich genommen“, sagte Brucks zweiter Bürgermeister Johann Schilling (CSU) Doch um weiter nach oben zu kommen, sei Fortbildung unabdingbar, meinte Schilling und wünschte den Absolventen Spaß und Erfolg im weiteren Berufsleben sowie Gottes Segen. Wer sich auf seine Stärken konzentriert, der kann seine Schwächen zunächst vernachlässigen, zitierte die Leiterin der Berufsschule, Oberstudiendirektorin Andrea Reuß, den Strategietrainer Wolfgang Mewes. Man werde nur durchschnittlich, wenn man seine Stärken vernachlässige und demotiviert, wenn man sich auf die Schwächen konzentriere. Sie riet den Gesellen, sich auf die Stärke zu besinnen, um daraus die Kraft zum Abbau der Schwächen zu schöpfen. „Endlich sind Sie frei“, rief Unternehmensberater Hannes Friedl den Lehrlingen in seiner Festrede zu. Doch Freiheit ohne Vision, ohne Motivation und ohne Liebe zu sich selbst, ende irgendwann in Hartz IV, so Friedl und gab den jungen Menschen mit auf den Weg, diese neue Freiheit für sich zu nutzen und das Beste daraus zu machen. „Sie können sich jetzt ihren Weg selbst aussuchen“, so Friedl, „ergreifen sie mutig ihre Chance und verwirklichen sie sich ihren eigenen Traum.“ Die Schreiner-Innung stellte mit 17 Absolventen (30%) die meisten Gesellen, gefolgt von der Friseur-Innung mit 15 Gesellinnen (26 %); dahinter rangieren die Metzger-Innung und die Bäcker-Innung mit jeweils acht (14 %), die Maler- und Lackierer-Innung mit sieben (12 %) und die Maurer-innung mit zwei (3,5 %). Innungssieger 2010 wurden: Bäcker Andreas Jetzinger (Germering), Bäckereifachverkäuferin Franziska Kreutzer (Fürstenfeldbruck), Maurer Matthias Dressel (Olching), Friseurin Manuela Heiland (Gröbenzell), Maler Michael Kloyer (Gröbenzell), Metzger Thomas Rieck (Adelshofen), Metzgereifachverkäuferin Christine Wörle (Hattenhofen) und Schreiner Mathias Spiegl (Puchheim). Mit dem „Anton-Hoch-Gedächtnispreis“ wurden ausgezeichnet: Friseurin Manuela Heiland (Gröbenzell), Konditorin Shirli Volk (Schondorf), Maler Michael Kloyer (Gröbenzell), Anlagenmechaniker Alexander Venus (Gröbenzell). Den Wettbewerb „Gute Form“ der Schreiner-Innung gewann Josef Hillenbrand; den „Goldenen Meisterbrief“ überreichte Kreishandwerksmeister Franz Höfelsauer dem Schreiner Wunibald Keser für 35 Jahre als Meister.

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