Landwirt, Handwerker und Rechenkünstler

Elf neue Landwirte aus dem Landkreis freigesprochen

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Die Absolventen aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck mit Josef Riedlberger, Vorsitzender des Prüfungsausschusses und Günter Biermayer, Behördenleiter des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürstenfeldbruck.

Freigesprochen wurden unter den Augen der Ehrengäste, Prüfungsausschussmitglieder, Eltern und Ausbilder 43 Landwirte, die in den Landkreisen Dachau, Fürstenfeldbruck und Landsberg am Lech ausgebildet wurden sowie zwei Absolventen des neuen Berufes Fachpraktiker Landwirtschaft.

Landkreis – 32 der Absolventen haben eine duale Berufsausbildung zum Landwirt absolviert. Diese setzt sich im Regelfall zusammen aus dem Berufsgrundschuljahr und zwei betrieblichen Lehrjahren. Beim Berufsgrundschuljahr handelt es sich um eine Vollzeitschule mit Lehrgängen zur Landtechnik und Tierhaltung, in denen die wichtigsten Grundlagen vermittelt werden. Im Anschluss folgen zwei Lehrjahre in anerkannten Ausbildungsbetrieben mit einem Berufsschultag pro Woche. Die anderen elf Absolventen haben einen außerlandwirtschaftlichen Beruf und sich in Abend- und Wochenblöcken in die Materie eingearbeitet. Angeboten wird das Bildungsprogramm Landwirt (BiLa-Kurs) vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten und dauert etwa zwei Jahre.

Erste Absolventen zum Fachpraktiker zur Landwirtschaft

In Bayern ganz neu ist die Ausbildung zum Fachpraktiker zur Landwirtschaft. Hierbei handelt es sich um eine geförderte dreijährige Ausbildung für Jugendliche mit Lernbehinderung, denen es nicht möglich ist, die reguläre Ausbildung zum Landwirt zu absolvieren. Der aktuell einzige Berufsschulstandort sind die Regens-Wagner-Schulen in Holzhausen bei Landsberg. Natalie Stark aus Königsbrunn und Johannes Schwarzenbacher aus Ettringen waren zur Ausbildung auf dem landwirtschaftlichen Betrieb von Regens-Wagner in Holzhausen und sind nun bayernweit die ersten Absolventen. Beide überzeugten in der Abschlussprüfung mit guten Ergebnissen und hätten nun sogar die Möglichkeit die Ausbildung Landwirt noch anzuschließen.

Lebenslanges lernen ist angesagt

Beste Wünsche und den Auftrag weiter zu lernen und sich in der Gesellschaft zu engagierten brachten die Grußwortredner, der Bundestagsabgeordnete Michael Kießling, der Bezirkspräsident des Bayerischen Bauernverbandes für Oberbayern und Abgeordnete des Bayerischen Landtags Anton Kreitmair und die stellvertretende Landrätin von Landsberg Ulla Kurz.

Landkreisbester heißt Simon Neumair

Jahrgangsbester ist in diesem Jahr Alois Kalteis (Landkreis Roseneheim) mit einem Notendurchschnitt von 1,49. Der Beste aus dem Landkreis Fürstenfeldbruck ist Simon Neumair aus Lindach.

Handwerker, Rechnungskünstler und Landwirt

Der Beruf des Landwirts ist äußerst vielseitig. Neben dem verantwortungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt ist auch viel Geschick beim Umgang mit der immer komplizierteren und ausgeklügelteren Technik, die zum Teil bereits computergesteuert funktioniert, gefragt. Der gute Landwirt ist gleichzeitig Handwerker und „Rechenkünstler“, denn letztlich zahlt sich der gezielte und sparsame Einsatz von Saatgut, Düngemitteln, Pflanzenschutzmitteln sowie die Entscheidung, ob und welche Maschine sich für den Betrieb bezahlt macht, in barer Münze für den Landwirt selbst und auch für die Umwelt aus. Als Tierhalter ist er besonders verpflichtet, sich mit den Fragen des Tierschutzes, der artgerechten Haltung und der bedarfsgerechten Fütterung auseinander zu setzen. Aus diesem Grund war auch allen Rednern klar, dass im Anschluss an die landwirtschaftliche Ausbildung auf alle Fälle eine weiterführende Fortbildungsmaßnahme, beispielsweise in Form der Meisterausbildung erfolgen muss.

red

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