Interlinguales Lernen – Zwei Lehrerinnen haben  Unterrichtseinheiten vorgestellt

Neues Konzept zum Erlernen von Fremdsprachen am Gymnasium Gröbenzell vorgestellt 

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Schüler präsentieren Teilnehmern an der Fortbildung ihre Ergebnisse.

Gröbenzell - Schüler am Gymnasium lernen mindestens zwei Fremdsprachen, es können auch drei oder vier sein. Gerade in den modernen Fremdsprachen gibt es viele Übereinstimmungen in Inhalten und Arbeitstechniken, z.B. bei der Portfolioarbeit oder bei Präsentationen. Bislang arbeiten aber die einzelnen Fächer Englisch, Französisch, Spanisch in diesen Bereichen aber noch zu wenig zusammen, finden Bettina Geiger und Gabriele Wisor vom Gymnasium Gröbenzell. Die beiden Lehrerinnen haben daher zusammen mit ihren Schülern zweisprachige Unterrichtseinheiten erarbeitet, die sie jetzt im Rahmen einer zweiteiligen Fortbildung anderen Kollegen vorgestellt haben.

Wie zukunftsweisend diese Arbeitsweise ist, zeigt auch das Interesse von Dr. Karin Oechslein, der neuen Leiterin des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung Bayern, und Ministerialrat Robert Gruber, die der Fortbildung einen Besuch abstatteten. Bei dieser Form des Arbeitens geht es nicht nur um interlinguales, also zweisprachiges Lernen, sondern auch um Selbstständigkeit und Zusammenarbeit. Erreicht wird dies, indem die Schüler in zwei oder mehr Fremdsprachen gleichzeitig ein bestimmtes Thema erarbeiten, beispielsweise das Leben von Jugendlichen in verschiedenen europäischen Ländern. Dabei erschließen sie sich die Inhalte selbstständig anhand von bereitgestellten mehrsprachigen Materialien, die möglichst multimedial sein sollten: Filme, Flyer, etc. 

links Gabriele Wisor, rechts Ministerialrat Robert Gruber

Anschließend erarbeiten sie in Gruppen einen Dokumentarfilm, eine Radiosendung, ein Klassenportfolio – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Wichtig ist, dass ein konkretes Ergebnis am Ende steht, das den Schülern vor Augen führt, wie sie ihre Kompetenzen in den verschiedenen Fremdsprachen miteinander vernetzen können. Dabei bleibt diese Arbeitsweise nicht auf eine Klasse oder Klassenstufe beschränkt: Durch das „Study-Budy-System“ arbeiten Acht- und Zehntklässler miteinander. Je zwei Schüler dieser Jahrgangsstufen treffen sich regelmäßig, um Fehler in Schulaufgaben zu analysieren oder um ähnliche Themen in Landeskunde oder Grammatik miteinander zu besprechen. Natürlich wird dabei auch gemeinsam geübt, sodass beide Seiten von dieser Form des Unterrichts profitieren können. Wisor und Geiger haben mit viel Engagement und Liebe zum Detail die Stunden in ihren Klassen durchgeführt und bei ihren Schülern „eine große Lernbereitschaft und eine hohe Motivation“ beobachtet. Unterstützt wurden sie von Thomas Atsma, der die verschiedenen Projektergebnisse für die Fortbildung in einer ipad-Präsentation zusammengefasst hat. Für die Teilnehmer an der Fortbildung war die Vorstellung des neuen Ansatzes ein großer Gewinn.

Iris John

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