Johannes Rueß ist mit seinen zahlreichen Apfelsorten samstags vor dem toom-Baumarkt vertreten

Frisches Obst vom Bodensee

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„Wie schön, dass Sie wieder hier sind, ich habe Ihr Obst vermisst“. Freudig wird Johannes Rueß nach der Winterpause von seinen zahlreichen Stammkunden begrüßt. Jeden Samstag steht der Obsthofbesitzer aus Oberteuringen am Bodensee mit seinem Verkaufsstand auf dem Parkplatz des toom-Baumarkts in Fürstenfeldbruck.

In den Winter- und Frühlingsmonaten finden die Kunden hier zahlreiche Äpfelsorten, Birnen und Walnüsse – im Sommer kommen köstliche Kirschen, Aprikosen, Pfirsiche und Kirschen aus Eigenanbau. Im Herbst folgen Zwetschgen und Mirabellen. Neben allseits bekannten Sorten wie dem Boskoop, dem Elstar oder dem Fuji hat der zweifach ausgebildete Meister auch außergewöhnliche Sorten im Angebot: „Der Santana ist ein Frühapfel für Allergiker, der Idared eignet sich aufgrund des geringen Zuckergehalts besonders für Diabetiker“. Wer mit Rueß ins Gespräch kommt merkt schnell, wie viel Wissen und Leidenschaft für den Obstanbau in ihm steckt. Er klärt nicht nur über die bestmögliche Lagerung auf - „aufgrund des hohen Wassergehalts lagern Äpfel und Birnen im Kühlschrank am längsten“ - sondern ist auch Experte in Sachen Geschmack. „Je glänzender die Schale eines Apfels ist, desto aromatischer ist das Obst. Die wachsige Schicht entsteht im Laufe der Reifung durch den Stoffwechselprozess“. 

Frisches Obst vom Bodensee: Impressionen

 © Nicola Becker
 © Nicola Becker
 © Nicola Becker
 © Nicola Becker
 © Nicola Becker
 © Nicola Becker

Wer an den Stand kommt, darf gerne probieren, Kindern wird mit schnellen Handgriffen ein „Apfel mit Nase“ geschnitzt. „An diesen erinnern sich noch die Erwachsenen, wenn sie mit ihren eigenen Kindern wiederkommen“. Reinbeißen ist guten Gewissens erlaubt – auch Johannes Rueß isst seine Äpfel vorzugsweise ungewaschen. Um so naturnah, gesund und nachhaltig wie möglich anzubauen, ist er Mitbegründer der „integrierten Produktion“, die durch die Einbeziehung von Nützlingen eine größtmögliche Reduktion von Pflanzenschutzmitteln propagiert. Deshalb ist er doppelt froh um seinen Standplatz beim toom, denn auch hier werden Biodiversität und Artenvielfalt groß geschrieben. Mit Marktleiter Eric Sinkwitz verbindet ihn ein sehr gutes Verhältnis. „Ganz ohne Mitteleinsatz geht es nicht, auch nicht im Bioanbau.“, erklärt der Obstbauer. „Denn wo Wärme und Wasser aufeinandertreffen, entstehen immer Pilzkulturen. Aber dank exakter wissenschaftlicher Berechnungen kommt er teils mit 10 ml pro Fußballfeldgroßer Anbaufläche aus – was rund 30 bis 50 Tonnen Äpfeln entspricht. Eine weitere Spezialität des Hauses sind die selbst hergestellten Edelbrände. Neben einem gemischten Apfelbrand gibt es mehrere sortenreine Köstlichkeiten. „Unser Stachelbeer-Brand ist sogar mit der Goldmedaille der DLG geehrt worden“. Eine Auszeichnung, auf die er zurecht stolz ist.

Obst vom Bodensee 

toom-Baumarkt
Cerveteristraße 3, 82256 Fürstenfeldbruck
Marktleitung: Eric Sinkwitz
Obstverkauf: Samstag 9:30 Uhr bis 14:30 Uhr

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