Frühlingserwachen bei den Olchinger Künstlern im KOM

„Karussell“, Aquarell, von Volker Kurz. Alle Fotos: Günter Schäftlein

Die 35 ausstellenden Künstler und Kunsthandwerker im Förderverein Kultur Olching e.V. setzten wieder ihren ganzen Ehrgeiz darin und daran, Besucher mit den Ergebnissen ihres Schaffens zu überraschen und zu erfreuen. Leider war die Zeit auf ein Wochenende sehr knapp bemessen. Alle hätten eine längere Aufmerksamkeit verdient gehabt.

Bei einem abendlichen Rundgang erhielten die Teilnehmer die Gelegenheit, ihre Werke kurz zu erklären, was auch genutzt wurde. Brigitte Altschäffl tat dies besonders charmant mit ihrer rot-blauen Acryl-Mischtechnik „Verführung-Versuchung“. Volker Kurz hatte es mit vier Oktoberfest-Details in Öl und Acryl. Ganz zart erlebte Lydia Kafka ein Frühlingserwachen auf Corfu. Manuela Hieninger wob dagegen in braunweiß und Acryl/Glanzlack ein turbulentes Drachenbild „Drago“ und schrieb dazu „ineinander, durcheinander, nebeneinander - und der Drache lächelt“. Mit mehreren Plastiken auf zwei Etagen setzte Giorgio Di Bernardo altes Schwemmholz in ein besonderes Licht: „Steiniger Weg“ wird demnächst im Olchinger Rathaus wieder auftauchen. Bente Walther flocht einen wunderschönen Strauß „Sommerblumen“ in Acryl zusammen. Ihr Mann Veit-Peter Walther musste sich in solch politisch-undurchsichtigen Tagen mit der Kanzlerin und dem abgehenden ‚zu Guttenberg’ anlegen, dazu prägnant und unmissverständlich aufgelegt ein verschnürtes dunkles Packerl mit dem Titel „summa cum laude“. Der Raku-Brenner Hans Peter stellte hochgebrannte (1240 Grad) Steingutkeramik als Vasen und drei sehr gelungene Elefanten-Kleinfiguren aus. Maria Knoll machte mit ihrem farbbunten „Zirkuszauber“ eine eigene Welt sichtbar. Drei Urlaubs-Aquarelle von Annette Wilkes verströmten Leichtigkeit und waren auch „anders gemalt als bisher …“ Barbara Buchwald-Stummer wählte in einem 3teiligen „Holzweg“ aus Schwarzweiß-Druck/PC/Stoff eine Protestnote gegen unsinnigen Holzeinschlag auf Brucker Waldflur. Gerold Kaußler zeigte Fotos, die in „Verschleierte Freude“ und „Trauer“ das Entsetzen über die Vorkommnisse im heutigen Japan ausdrücken. Werner Patzelt bot Digitalfotos vom „Frühling im Naturschutzgebiet“ I-IV. „Segelwetter“ sah der OK-Initiator Gerd Gruber: Dafür müßte er sein ganzes Farbsortiment gebraucht haben. Ganz feine Zeichnungen und als Märchenbuchillustrationen bestens geeignete Motive stellte Elisabeth Braumann mit „Geisterwald-Waldgeister“ und „Die Tänzer sind müde“ vor. Ingrid Walter-Ammon ließ mit „Nach der Naturkatastrophe“ Tsunamigewalt erahnen; auf anderer Ebene präsentierte sie Kunst auf Seide. Ein großes Format wählte Anna Caspari für ihre Chaos-Darstellung in Acryl „Tsunami“. Weiter an der Jahresausstellung beteiligt: Simone Ari, Mariele Berngeher, Konrad Bogner, Hans-Ulrich Brackmann, Alfred Brandstetter, Brigitte Christner, Ruth Knaut, Hanni Nagel, Irene Nestler, Sabina Niggl, Karin Piede, Wolfgang Schlag, Erwin Schneller, Margot Vogl. Als beteiligte neue Mitglieder im Förderverein Kultur Olching e.V. stellten sich Klaus Bender, Robert Hilgart und Monika Wahl vor.

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