Fuchsjagd mit Kurzwellensender und Morsetelegrafie – Auch Mädchen bei den Brucker Funkamateuren aktiv

: Die Jugendgruppe des C28 mit ihren Betreuern vor der Jugendherberge

Traditionell kurz vor den Sommerferien organisierten die Brucker Funkamateure einen mehrtägigen Ausflug für ihre Jugendgruppe. Zwölf Jugendliche reisten vom 15. bis zum 17. Juli 2011 mit der Bahn zur Jugendherberge in Donauwörth, um ein Wochenende mit gemeinsamen Aktivitäten und interessanter Funktechnik zu verbringen. Dabei wurde eine sog. "Fuchsjagd" mit einem versteckten Kurzwellensender geübt, und außerdem stellte die Jugendlichen im praktischen Funkbetrieb Kontakte mit spanischen Funkamateuren her.

Freitags nachmittags brach die Gruppe von neun Jungs und drei Mädchen mit ihren Betreuern in Fürstenfeldbruck auf. In Donauwörth am Bahnhof angekommen, erwartete die Teilnehmer ein Fußmarsch von 40 Minuten, bis die Jugendherberge erreicht wurde. Nach einer kräftigen Brotzeit startete das Abendprogramm: eine Nachtwanderung zu einem stillgelegten Eisenbahntunnel, der heute nur noch von Fußgängern und Radfahrern benutzt werden kann. Für den folgenden Samstag wurde eine sogenannte „Fuchsjagd“ angesetzt. Als „Fuchs“ fungiert bei dieser Spielart des Amateurfunks ein kleiner, versteckter Kurzwellensender, der mittels Funkpeilung aufgespürt werden muss. Dabei gilt es den Standort durch mehrfach wiederholte Peilungen von verschiedenen Positionen möglichst genau zu lokalisieren. In drei Gruppen, mit je zwei Peilempfängern, Kompass und einem Stadtplan ausgerüstet, machten sich die Jugendlichen auf die Jagd. Auf unterschiedlichen Routen erreichten die Suchteams nach ca. 90 Minuten das Zielgebiet und entdeckten den elektronischen Fuchs, der gut im Gebüsch versteckt war. Am Abend wurde mit dem offiziellen Ausbildungsrufzeichen der Funkamateure praktischer Funkbetrieb auf Kurzwelle durchgeführt. Es wurden einige spannende Kontakte mit spanischen Funkamateuren hergestellt. In einem weiteren Programmpunkt galt es dann, mit einer echten Morsetaste verschiedene Worte zu morsen, die von den Zuhörern zu dekodieren waren. Die Morsetelegrafie ist eine Betriebsart, die unter Funkamateuren immer noch verwendet wird. Sie erlaubt es, mit minimalem technischen Aufwand und kleinster Sendeleistung weite Entfernungen zu überbrücken. Das Erlernen dieser Technik erfordert jedoch viel Übung, Ausdauer und Konzentration. . Sie erlaubt es, mit minimalem technischen Aufwand und kleinster Sendeleistung weite Entfernungen zu überbrücken. Das Erlernen dieser Technik erfordert jedoch viel Übung, Ausdauer und Konzentration. Der Sonntag wurde nochmals zu einer gemeinsamen Wanderung genutzt. Das Ziel, der Schellenberg, ist ein guter Funkstandort. Also wurde neben einer kleinen Kapelle die UKW-Funkstation aufgebaut. Nun konnte auch der 13-jährige Denis sein eigenes Rufzeichen DO3XL benutzen, um andere Funkamateure zu kontaktieren. Er hat die Prüfung zum eigenen Rufzeichen kürzlich bei der Bundesnetzagentur abgelegt und ist nun einer der jüngsten lizensierten Funkamateure. Es gelangen Verbindungen nach Tschechien und in die Slowakei. Am Nachmittag trat die Gruppe die Heimreise nach Fürstenfeldbruck an. Es war für alle Teilnehmer ein erlebnisreiches Wochenende. Vielen Dank den ehrenamtlichen Betreuern aus dem Kreise der Funkamateure des Ortsverbandes Fürstenfeldbruck (C28) im Deutschen Amateur-Radio-Club e.V.

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