Stichwahl

Fünf Gemeinden müssen im Landkreis FFB weiter wählen

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Die beiden Emmeringer Kandidaten: Stefan Floerecke (links) und Fritz Cording, die sich um die Nachfolge von Michael Schanderl streiten, der nicht mehr als Bürgermeister antrat

Während in zwei der insgesamt 23 Gemeinden und Städten des Brucker Landkreises am vergangenen Sonntag bei den Kommunalwahlen keine Bürgermeister-Wahlen stattfanden (Fürstenfeldbruck und Eichenau), gab es in den restlichen 21 Kommunen die eine oder andere Überraschung.

Landkreis – So müssen die Bürger in Alling, Emmering, Gröbenzell, Olching und Puchheim in zwei Wochen (29. März) erneut wählen, denn in diesen Städten und Gemeinden konnte keiner der Bewerber im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreichen.

Alling: Joachimsthaler gegen Schröder

Nachdem in Alling Bürgermeister Frederik Röder (CSU) nach drei Legislaturperioden nicht mehr kandidiert, bewarben sich drei Kandidaten um den Bürgermeister-Sessel: Stefan Joachimsthaler (CSU), Hans Schröder (ABV) und Stefan Diemling (BsA). Durchgesetzt haben sich Joachimsthaler (47,3 Prozent) und Schröder (38,1 Prozent), während Diemling (14,6 Prozent) erreichte. Die Stichwahl wird entscheiden, ob der 54-jährige Joachimsthaler oder 53-jährige Vizebürgermeister Schröder die Geschicke der Gemeinde in den nächsten sechs Jahren leiten werden.

Emmering: Floerecke gegen Cording

Wer erobert sich in der 7.000 Einwohner großen Gemeinde Emmering den Rathaussessel und wird Nachfolger von Michael Schanderl, der in Ruhestand geht? Mit Stefan Floerecke (CSU), Ulrike Saatze (Grüne), Tomas Kraut (SPD), Maximilian Gerber (FDP) und Fritz Cording (FW) kämpften gleich fünf Kandidaten. Der 34-jährige Floerecke (48,5 Prozent) fehlte nur wenig zur absoluten Mehrheit. Er muss in der Stichwahl gegen den 60-jährigen Fritz Cording (28 Prozent) antreten. Hier darf man gespannt sein, zu welchem Kandidaten die Wähler tendieren, die zuvor ihre Stimmen den drei anderen gegeben haben.

Gröbenzell: Schäfer gegen Kammerl

In Gröbenzell muss UWG-Rathauschef Martin Schäfer (36,8 Prozent) in die Stichwahl. Dort muss er sich mit CSU-Gemeinderat Anton Kammerl (28.1 Prozent) duellieren. Die übrigen Bewerber Ingo Priebsch (Grüne – 15,2 Prozent), Gregor von Uckermann (SPD – 17,6 Prozent) und Hendrik Gallert (FDP – 2,3 Prozent) spielten letztlich keine Rolle.

Olching: Magg gegen Gigl

Ungewohnt ist für Olchings Bürgermeister Andreas Magg die Stichwahl, nachdem der 40-jährige in den Wahlen zuvor zweimal als Sieger im direkten Wahlgang hervorging. Auch in Olching forderten mit Maximilian Gigl (CSU), Stefan Eibl (FW), Michael Maier (Grüne), Gabriel Sailer (ÖDP) und Andreas Teichmann (FDP) gleich fünf Kandidaten den amtierenden Bürgermeister heraus. Mit 45,8 Prozent scheiterte Magg am direkten Wiedereinzug ins Rathaus. Er muss sich nun gegen Gigl, der 31,1 Prozent erreichte, in der Stichwahl durchsetzen.

Puchheim: Seidl gegen Kamleiter

Gleiche Situation erlebte auch Puchheims Bürgermeister Norbert Seidl (SPD). Er schaffte es auch nicht, sich gegen fünf Kandidaten, Karin Kamleiter (CSU), Martin Koch (FDP), Jürgen Honold (ubp), Gudrun Horn (FW) und Manfred Sengl (Grüne) im ersten Wahlgang durchzusetzen. Mit 42,5 Prozent siegte Seidl vor Kamleiter, die auf 22,4 Prozent kam. Somit treten am 29. März Seidl gegen Kamleiter an.

Dieter Metzler

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