Politiker im Fragenhagel

Fünf Kandidaten für die Bundestagswahl stellen sich Germeringer Schülern

Die fünf Bundestagskandidaten der Linken, der SPD, der Grünen, der CSU und der FDP stellten sich den Fragen der Schüler des Carl-Spitzweg-Gymnasiums.
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Die fünf Bundestagskandidaten der Linken, der SPD, der Grünen, der CSU und der FDP stellten sich den Fragen der Schüler des Carl-Spitzweg-Gymnasiums.
  • Maximilian Geiger
    VonMaximilian Geiger
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Germering – Kinder und Jugendliche sind die Wähler von morgen und gestalten schon bald die politische Landschaft Deutschlands mit. Deshalb sieht auch der bayerische Lehrplan vor, dass Schüler politisch gebildet werden.

Obwohl Jugendlichen immer wieder vorgeworfen wird, sich nicht für Politik zu interessieren, engagieren sie sich bereits früh für politische Themen, wie den Umweltschutz bei Fridays for Future, informieren sich über aktuelle gesellschaftliche Themen und schaffen in der Schule einen Rahmen zum politischen Austausch.

Gerade in Hinblick auf die im September anstehende Bundestagswahl ist dieser Austausch besonders wichtig, immerhin dürfen einige Schüler der Oberstufe nun zum ersten Mal ihr Wahlrecht wahrnehmen.

Deshalb luden Sandra Knau, Fachschaftsleitung Politik und Gesellschaft des Carl-Spitzweg-Gymnasiums, und ihre Schüler am 7. Juli Vertreter mehrerer Parteien in die große Aula des Gymnasiums ein, um sich den Fragen der Schüler der Oberstufe zu stellen.

Livestream ins Klassenzimmer

Coronabedingt verfolgte der Großteil der Schüler die Diskussion per Livestream aus den Klassenzimmern, nur ein Bruchteil durfte sich in der Aula einfinden. Dennoch sollte die Podiumsdiskussion die politische Bildung der Schüler fördern und ihr Interesse am aktuellen Politikgeschehen verstärken.

Geladen waren Martina Neubauer (Grüne), Carmen Wegge (SPD), der derzeit amtierende Bundestagsabgeordnete Michael Kießling (CSU), Julian Zieglmaier (Linke), und Theresa Ley (FDP), alles Kandidaten für die anstehende Bundestagswahl.

Unterteilt war die Diskussion in mehrere Blöcke, die thematisch gegliedert waren und von jeweils einem anderen Vertreter des Wahlkurses Politik moderiert wurden. So wechselten sich im Laufe der Podiumsdiskussion Stephan Buchberger (Q12), Vincent Demus (Q11), Michael Schex (Q12) und Miriam Vitt (10 d) als Fragesteller und Moderator ab.

Souverän und thematisch stark vorbereitet befragten sie die Politiker, hakten nach, wenn Antworten unklar waren, zogen Vergleiche, leiteten mit aktuellen Beispielen, Statistiken oder Publikationen zu den neuen Themenblöcke über und wiesen die Politiker mit Blick auf die Uhr auf die ihnen pro Thema zustehenden zwei Minuten Redezeit hin, ganz wie die Moderatoren großer Politik-Talkshows im Fernsehen.

Vielfältige Themenblöcke

Die Themenblöcke waren dabei breit aufgestellt. So besprach man den Klimawandel, Bildung und Chancengleichheit, Miete und Mietendeckel, soziale Ungerechtigkeit, Krankenhäuser und Pflegepersonal, den Umgang mit Corona und Wertepolitik. Zudem gab es parteispezifische Fragen, etwa über die Maskenaffäre, über Leistungsgerechtigkeit oder die deutsche Russlandpolitik.

Eine etwas andere Strategie wurde bei einer schnellen Fragerunde verfolgt, bei welcher die Moderatoren einen Satz anfingen, den die Politiker beenden sollten. So hieß es etwa „Die größte politische Herausforderung der nächsten Jahre ist...“ oder „Demokratie und Kapitalismus sind...“. Die Politiker sollten hier mit einem kurzen und prägnanten Satz Stellung zu verschiedenen Themen beziehen.

In einer weiteren, schnellen Fragerunde durften die Politiker ohne Worte, jedoch mit farbigen Karten, ihre Meinung kundtun. Bei Zustimmung zu einer politischen Aussage hielten sie eine grüne Karte in die Luft, bei Ablehnung eine rote. Im Schnelldurchlauf wurden so etwa die Themen gendergerechte Sprache, Abtreibung, Waffenexporte, Legalisierung von Cannabis und „Hat Angela Merkel in den letzten Jahren einen guten Job gemacht“ besprochen.

Beim Themenblock Wertepolitik waren sich dann schließlich alle Politiker einig: „Antisemitismus und Rassismus haben nichts in unserer Gesellschaft zu suchen!“ Stattdessen müsse man diesen Hass klar aufzeigen und dagegen angehen. Hierbei sei jeder einzelne Bürger in der Pflicht.

Eine letzte Fragerunde zum Thema EU und ihrer Wertebasis rundete die Podiumsdiskussion an diesem Vormittag ab.

Maximilian Geiger

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