Für reines Operationsbesteck

Neue Geräte zur Dampfsterilisation im Klinikum FFB

Arzt des Klinikums FFB Fürstenfeldbruck steht vor Dampfsterilisator und sterilisiert Operastionsbesteck
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Der Austausch des zweiten Dampfsterilisation war Anfang Juni abgeschlossen.
  • Miriam Kohr
    VonMiriam Kohr
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Fürstenfeldbruck – Nach gut vier Monaten Bauzeit konnten die Umbaumaßnahmen in der Zentralsterilisation des Klinikums im Juni abgeschlossen und die beiden neuen Geräte in Betrieb genommen werden.

In den sechs Operationssälen und zwei urologischen Eingriffsräumen des Klinikums werden jeden Tag zahlreiche Patienten operiert. Dabei nutzen die Behandlungsteams spezielles Operationsbesteck, das höchsten Hygieneansprüchen gerecht werden muss. Damit Pinzetten, Skalpelle, Endoskope und sonstige chirurgische Instrumente stets absolut keimfrei und sicher im Einsatz sind, werden sie in aufwendigen, streng standardisierten – und teils gesetzlich vorgeschriebenen – Verfahren gereinigt, desinfiziert und sterilisiert. Diese Prozesse übernimmt die Zentrale Sterilgut-Versorgungsabteilung (ZSVA).

Seit Januar lief Umbau

„Das Herz der ZSVA bilden dabei zwei Dampfsterilisatoren“, erläutert Pflegedirektor Wilhelm Huber, „diese haben uns seit der Einrichtung der Abteilung im Jahr 1998 zuverlässige Dienste geleistet, nun mussten sie jedoch ausgetauscht werden. Bei laufendem Betrieb war das ein organisatorischer Kraftakt.“ Der Umbau begann Ende Januar, als der erste Sterilisator außer Betrieb genommen wurde. Jede Bauetappe war mit aufwendigen Umstrukturierungen der Prozesse und baulichen Zwischenlösungen verbunden. Zudem wurden nicht nur die Sterilisatoren ausgetauscht, sondern auch die gesamte Lüftungs-, Klima- und Elektrotechnik sowie die Fußböden erneuert.

Auch im „Worstcase“-Szenario abgesichert

Das erste Neugerät konnte Ende April nach einwöchigem Testlauf, der Abnahme durch den TÜV und der Validierung der Sterilisationsprozesse endgültig freigegeben werden und in Betrieb gehen. Der Austausch des zweiten „Steris“ war Anfang Juni abgeschlossen. „Die Versorgung mit sterilen Geräten war ohne Unterbrechung gesichert, auch weil das ZSVA-Team in der Umbauphase dankenswerterweise über die üblichen Arbeitszeiten hinaus im Einsatz war. Zudem wurde bei der Vorbereitung der Umbaumaßnahmen auch das „Worstcase-Szenario“, nämlich der Ausfall beider Sterilisatoren, berücksichtigt und eine externe Sterilisation und der erforderliche Transport vertraglich abgesichert“, erklärt Huber.

Investition in die Zukunft des Klinikums

Die Baumaßnahme, in die das Klinikum eine sechsstellige Summe investiert hat, war in den Augen von Vorstand Alfons Groitl eine wichtige Investition in die Zukunft: „Durch die bauliche und gerätetechnische Modernisierung der Zentralen Sterilgutversorgung unseres Klinikums stellen wir sicher, dass wir auch künftig zuverlässige Hygienestandards und damit umfassende Patientensicherheit gewährleisten können.“ Dazu kommt der ökologische Faktor: Durch die Modernisierungsmaßnahmen konnte die Energieeffizienz bei der Instrumentenaufbereitung spürbar verbessert werden, da der Dampfgenerator nun direkt über den Geräten verbaut ist und so keine Energie mehr beim Transport verloren geht.
red

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