Bessere Ganztagsbetreuung

Längere Betreuung liegt im Trend

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3.684 Kinder gingen im Landkreis Fürstenfeldbruck im vergangenen „Schuljahr“ in den Kindergarten – überdurchschnittlich viele über sechs Stunden täglich.

3.684 Kinder gingen im Landkreis Fürstenfeldbruck im vergangenen „Schuljahr“ in den Kindergarten. Das teilt Landtagsvizepräsident Reinhold Bocklet mit. Er nimmt dabei Bezug auf die Zahlen des Staatsministeriums für Arbeit und Soziales, Familie und Integration.

Landkreis – Der Brucker Landkreis liegt dabei im Oberbayern-Vergleich bezogen auf die Einwohnerzahl in der unteren Hälfte der Statistik. In Oberbayern einschließlich der Landeshauptstadt München besuchten 2016/17 94.506 Kinder einen Kindergarten.In den Nachbarlandkreisen Dachau waren es 3.501 und in Landsberg 3.969 Kinder. Starnberg lag mit 2.888 Kindern deutlich darunter. 

Brucker Kreis an zweiter Stelle

Der Landkreis München kam als größte Gebietskörperschaft auf Kreisebene auf 7.225 Kinder. Im Landkreis Fürstenfeldbruck waren 35,1 Prozent der Kinder (1.292) von vier bis sechs Stunden täglich im Kindergarten. Bei 62,6 Prozent (2.305) betrug die Buchungszeit mehr als sechs Stunden. Damit lag der Brucker Kreis in dieser Kategorie unter den oberbayerischen Landkreisen nach München (72,4 Prozent) an zweiter Stelle vor Starnberg (62,1 Prozent), Dachau (61,0 Prozent) und Ebersberg (60,1 Prozent) und deutlich vor Landsberg mit 38 Prozent.

178 Millionen Euro an Kommunen

„Als familienergänzende und unterstützende Einrichtungen sollen Kindergärten bestmögliche Entwicklungs- und Bildungschancen für alle Kinder bieten“, erläutert der Landtagsvizepräsident. Bayern unterstützt die Kommunen beim Ausbau der Kinderbetreuung. Zusätzlich zu den regulären Fördermitteln des Finanzausgleichsgesetzes gibt der Freistaat 178 Millionen Euro in den nächsten Jahren an die Kommunen weiter, sodass eine Gemeinde mit durchschnittlicher Finanzkraft bei den Investitionen in der Regel mit rund 85 Prozent gefördert wird. Neben Neubauten sind auch Erhaltungsmaßnahmen, wie General- und Teilsanierung sowie Ersatzbauten, förderfähig. Dazu gehört ebenfalls die Ganztagspflege.

"Ganztagsbetreuung trägt zur Chancengleichheit bei"

Vorrangiges Ziel der Bayerischen Staatsregierung ist nach den Worten von Mitglied des Landtags Bocklet der flächendeckende und bedarfsgerechte Ausbau von Ganztagesangeboten in allen Schularten. Die Ganztagsbetreuung ermögliche nicht nur eine bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf für Eltern, sondern trage auch zu mehr Chancengerechtigkeit und individueller Förderung der Schüler bei, so der Stimmkreisabgeordnete.

Gemeinden müssen Bedarf feststellen

Bezogen auf die Grundschulen ergibt die Auswertung der Daten, dass in Bayern etwa 29.200 Schüler ein gebundenes Ganztagsangebot genutzt haben, etwa 18.300 ein offenes Ganztagsangebot bis 16 Uhr, rund 48.000 eine verlängerte Mittagsbetreuung bis 15.30 oder 16 Uhr sowie im Hort 32.000 eine Buchungszeit bis vier Stunden täglich in Anspruch genommen haben. Auch für die Ferienbetreuung ist es nach der Rechtslage Aufgabe der Kommunen, den Betreuungsbedarf vor Ort zu decken. Die Gemeinden müssen den Bedarf feststellen und darauf ausgerichtet Maßnahmen wenn nötig in Kooperation mit Trägern der freien Wohlfahrtspflege oder betrieblichen Einrichtungen ergreifen, erklärt Landtagsvizepräsident Bocklet.

red

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