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Impfzentrum FFB klärt explizit Senioren und Pflegemitarbeiter auf

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Eine Aufklärungskampagne soll die Impfquote bei älteren und kranken Personen im Landkreis erhöhen.
Eine Aufklärungskampagne soll die Impfquote bei älteren und kranken Personen im Landkreis erhöhen. © Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege

Landkreis – Mit einer großangelegten Aufklärungskampagne will das Impfzentrum Fürstenfeldbruck die Impfkampagne in Alten- und Pflegeheimen des Landkreises vorantreiben. 

Der Beginn dieser Aktion war am 13. September. Matthias Skrzypzcak, ärztlicher Leiter des Impfzentrums, zieht eine erste positive Bilanz.

Vulnerablen Gruppen sollen geschützt werden

Um die Impfquoten und den damit verbundenen Schutz vor einem schweren Covid-19-Verlauf bei den sogenannten „vulnerablen Gruppen“ zu verbessern, hat die Bayerische Staatsregierung angeordnete, Impfbeauftragten zu ernennen. Diese sollen die jeweiligen Situationen in den Landkreisen analysieren und verbessern. Im Landkreis ist Dr. Katja Ruppert, Allgemeinmedizinerin und gleichzeitig stellvertretende ärztliche Leiterin des Impfzentrums, mit dieser Funktion betraut worden. Ihre Analyse gab den Anstoß zu einer ersten, großangelegten Informationskampagne, mit der das Impfzentrum Fürstenfeldbruck in die Alten- und Pflegeheime des Landkreises geht, um noch mehr Menschen von einer Corona-Schutzimpfung zu überzeugen. Der Beginn dieser Aktion war der 13. September.

Erfahrene Ärzte stehen für Fragen zur Verfügung

16 von 17 Heimen im Landkreis haben sich im Sinne der Bewohner dieser Aktion angeschlossen. In allen teilnehmenden Einrichtungen waren erfahrene Ärzte des Impfzentrums vor Ort und haben Fragen beantwortet. Für Angehörige und Betreuer, die nicht die Möglichkeit hatten, in die Pflegeeinrichtung zu kommen, war die Hotline des Impfzentrums mit Ärzten besetzt.

„Die Fragen drehten sich letztlich fast immer um die gleichen Themen: den richtigen Zeitpunkt der Auffrischimpfung sowie Informationen zu den neuen, variantenangepassten Impfstoffen.“

Matthias Skrzypzcak, ärztlicher Leiter des Impfzentrums

Skrzypczak konnte selbst viele Gespräche führen: „Die Fragen drehten sich letztlich fast immer um die gleichen Themen: den richtigen Zeitpunkt der Auffrischimpfung sowie Informationen zu den neuen, variantenangepassten Impfstoffen.“ Auch Pflegekräfte mit speziellen Vorbehalten hatten ergebnisoffen die Möglichkeit, mit einem Arzt zu sprechen. Hierbei habe sich laut Skrzypczak gezeigt, dass die Informationsveranstaltungen mehr als sinnvoll gewesen seien. Viele Menschen seien gerade durch die wieder zunehmende Anzahl an Informationen verunsichert oder auch überfordert. Die Möglichkeit, diese Sorgen in Ruhe auszuräumen, hält der Mediziner für wichtig und betont: „Das kann der Hausarzt so nicht in jedem Fall leisten.“

Man ist immer um eine Lösung bemüht

Bei den Impfungen selbst will sich das Impfzentrum mit den Hausärzten absprechen. Man freue sich, wenn der Hausarzt seine Bewohner selbst impft. „Für alle Personen, wo dies nicht möglich ist, bieten wir kurzfristig mobile Impfungen an“, sagt Katja Ruppert, stellvertretende ärztliche Leiterin des Impfzentrums.

In diesem Zusammenhang weist das Impfzentrum darauf hin, dass für mobil eingeschränkte Bürger eine Impfung im Fahrzeug auf dem Parkplatz des Impfzentrums möglich ist. Bettlägrige Patienten, deren Hausärzte keine Hausbesuche durchführen, können sich zu den Öffnungszeiten an die Hotline des Impfzentrums wenden. „Wir bemühen uns in jedem Einzelfall um eine Lösung“, betont Ruppert.

red

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