Stadtbaumliste

Bruck will zukunftsträchtige Baumarten im Stadtgebiet etablieren

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Aufgrund des Klimawandels leiden einige unserer heimischen Baumarten immer mehr unter der zunehmenden Trockenheit und unter neu eingewanderten Schädlingen - mit neuen Arten will man nun dagegen steuern.

Fürstenfeldbruck – Aufgrund des Klimawandels leiden einige unserer heimischen Baumarten immer mehr unter der zunehmenden Trockenheit und unter neu eingewanderten Schädlingen und Krankheiten. Mit resistenten Baumarten will die Stadt nun gegensteuern.

„Neue Bäume braucht das Land!“ Unter diesem Titel präsentierte Landschaftsplanerin Kathrin Zifreund dem Umwelt- und Verkehrsausschuss auf seiner jüngsten Sitzung eine Stadtbaumliste mit zukunftsträchtigen Baumarten, die fortan im Stadtgebiet etabliert werden sollen.

Widerstandsfähige Bäume aus anderen Kontinenten

Grundlage dieser Auflistung ist eine Langzeitstudie der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG), die seit 2009 südosteuropäische, nordamerikanische und auch asiatische Baumarten auf ihre Widerstandsfähigkeit hinsichtlich der prognostizierten Klimabedingungen erprobt.

Ungarische Eiche stärker als deutsche Eiche

Die Kriterien für zukunftsfähige Stadtbaumarten sind neben Trockenstresstoleranz und Krankheitsanfälligkeit auch Standortansprüche und Wuchsform. Zifreund weist daraufhin, dass für Straßen- und Stadtbäume die Belastung durch Abgase, Streusalz und Ähnliches wesentlich größer ist als für Park- oder Gartenbäume. So setzt sich beispielsweise die ungarische Eiche unter den neuen Gegebenheiten besser durch als die deutsche Eiche.

27 Baumarten vorgeschlagen

Wichtig sei zudem eine Durchmischung verschiedener Arten. Dies wäre nicht nur eine der wichtigsten Maßnahmen, um die Ausbreitung neuer Krankheiten und Schädlingen zu vermeiden, sondern böte auch „die mit Abstand größte Artenvielfalt im urbanen Umfeld.“ Hinsichtlich der Biodiversität im Kronenraum unterscheiden sich die heimischen Baumarten laut Zifreund nicht von ihren südosteuropäischen Verwandten. Insgesamt schlägt die Landschaftsplanerin 27 Baumarten auf, von denen lediglich vier nicht aus Europa stammen. 

Fischer

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