Fürstenfeldbruck und Zadar

Versprechen zum Austausch zwischen Partnerstädten erneuert

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Die Deutsch-kroatische Städtepartnerschaft zwischen Fürstenfeldbruck und Zadar hat zum 30-jährigen Bestehen neue Impulse bekommen.

Fürstenfeldbruck – Einen vielversprechenden Neuanfang nahm die deutsch-kroatische Freundschaft in der Kreisstadt am vergangenen Wochenende. Mit einem Festakt zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Zadar und Bruck im Alten Rathaus sowie einer geselligen Veranstaltung auf dem Brucker Volksfest erhielt die ein wenig in Stillstand geratene Freundschaft neue Impulse.

„Dobrodosil u Fürstenfeldbruck – willkommen in Fürstenfeldbruck“, rief Oberbürgermeister Erich Raff (CSU) am Ende seiner Festrede der kleinen Delegation aus der kroatischen Partnerstadt, darunter Bürgermeister Branko Dukic und der kroatische Generalkonsul für Bayern, Vladimir Duvnjak aus München, im Alten Rathaus zu.

Bleibende Eindrücke und neue Anstöße

Nur durch intensive Kontakte unter der Bevölkerung könne eine Freundschaft zwischen den Städten funktionieren, sagte Raff. Erst Begegnungen beim jeweils anderen „zu Hause“, hinterlassen bleibende Eindrücke und geben neue Anstöße. So hat die am 2. Oktober 1989 begründete Städte-Partnerschaft zwischen dem damaligen Bürgermeistern, Josip Vlahovic aus Zadar, und Max Steer aus Bruck, leidvolle Jahre überstehen müssen. Die damals geschlossenen privaten Freundschaften überstanden zum Teil bis heute diese schwere Zeit. Der anfängliche Austausch zwischen den Vereinen der Städte aber kam dagegen zum Erliegen.

Urkunden zur Bekräftigung des Versprechens

„Heute wollen wir das Fundament für die kommenden Jahre und für eine neue lebendige Städte-Partnerschaft legen“, sagte Raff. Zur Bekräftigung dieser Freundschaft unterzeichneten die beiden Bürgermeister Urkunden, tauschten Geschenke aus, und gaben das Versprechen ab, den Austausch zwischen Vereinen und Organisationen zukünftig wieder zu intensivieren.

„Wir wollen unseren Austausch im Sinne eines vereinten Europas leben. Deshalb wünsche ich mir wieder diese Verbindungen zwischen unseren Vereinen, Organisationen und Einrichtungen. Nehmen wir unser Jubiläum zum Anlass, die in früheren Jahren vermehrten Begegnungen im kulturellen und sportlichen Bereich aufzufrischen und den Austausch wieder aufleben zu lassen.“ 30 Jahre Beziehung, die auf gegenseitigem Respekt, Unterstützung, Freundschaft und Verständnis basiert, könne nur von der Familie aufgebaut werden, meinte Dukic. „Fürstenfeldbruck ist heute in unserer Stadt ein Synonym für Freundschaft und ununterbrochene Verbindungen. Lasst uns diese große Freundschaft feiern, die ihr gezeigt habt, vor allem, als sie im Bürgerkrieg am dringendsten benötigt wurde“, erinnert Dukic an die humanitäre Unterstützung der Kreisstadt im Krieg. Vor uns liegt eine neue Zeit. Wir freuen uns auf neue Treffen, neue Kontakte und gemeinsame Projekte.“

Festabend im kleinen Volksfestzelt

Der Festabend im kleinen Volkfestzelt, der mitorganisiert wurde von der Kroatisch-deutschen Gesellschaft Fürstenfeldbruck, stand ganz im Zeichen der Wiederbelebung der Freundschaft zwischen den beiden Partnerstädten. Für beste Stimmung sorgten die Auftritte zweier Straßenmusikanten aus Zagreb, die Klapa-Diador-Sänger aus Zadar, die kroatische Folkloregruppe „Fra Andrija Kacic Miosic“ sowie die Brucker Stadtkapelle, die erstmals einen Schuhplattler aufführte.

Brucks „Außenminister“, der Referent für Städtepartnerschaften, Karl Danke (BBV) ließ die 30-jährige Entwicklung der Freundschaft zwischen Zadar und Bruck Revue passieren. Er erinnerte dabei an den Zusammenbruch des kommunistischen Systems in Jugoslawien und den Bürgerkrieg, von dem auch Zadar nicht verschont wurde.

In dieser Zeit gab es keine Besuche, aber Kontakt über Briefe und Telefon. Als Bruck ein Hilferuf erreichte, zeigten die Brucker eine große Hilfsbereitschaft. Viele Lkw, beladen mit Hilfsgütern, vor allem Medikamenten, brachen auf nach Zadar.

Lebensfreude und Herzlichkeit

„Die Klapa-Diador-Sänger haben mit ihrem Auftritt meine Seele berührt, Sanjica Hemen, erste Vorsitzende der Kroatisch-deutschen Gesellschaft, und Dolmetscherin Lydija Bartels strahlen eine Lebensfreude und tiefe Herzlichkeit aus, von der wir alle noch lernen können“, sagte Danke abschließend. „Wenn ich dann noch an meine vielen Freunde in Livry-Gargan, Cerveteri und Almunécar denke, weiß ich, dass ich das schönste Referat im Stadtrat habe.“

Dieter Metzler

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