Aufstellungsversammlung Freie Wähler

Stockingers zweiter Versuch

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Georg Stockinger, OB-Kandidat der FW, nimmt nach 2014 einen zweiten Anlauf auf den OB-Stuhl im Brucker Rathaus.

Fürstenfeldbruck – Der 56 Jahre alte Georg Stockinger zieht zum zweiten Mal nach 2014 für die Freien Wähler (FW) in den OB-Wahlkampf. Die 14 Mitglieder wählten am Freitagabend bei der Nominierungsveranstaltung ihren Ortsvorsitzenden einstimmig zu ihrem OB-Kandidaten.

In seiner Vorstellungsrede vor 23 Zuhörern streifte Stockinger, der von 2007 bis 2014 im Kreistag saß und seit 2014 mit Franz Neuhierl eine zweiköpfige Fraktion im Brucker Stadtrat bildet, einmal quer Beet die politischen Brennpunkte, die aktuell die Große Kreisstadt beschäftigen. So gibt es für ihn eine Bebauung des Viehmarktplatzes nur, wenn die Planung auch eine Tiefgarage vorsieht.´

 Denkmalschutz des Plauen Palais ein Problem

Bei der Konversion des Fliegerhorstes sollten die betroffenen Gemeinden Maisach, Emmering und die Stadt Bruck ein gemeinsames Konzept zur Nachnutzung entwickeln und nicht gegeneinander arbeiten. „Das wäre der Tod für die Entwicklung des Fliegerhorstes.“ Ein Problem sieht der FW-Politiker, wenn das „Blaue Palais“, das Gebäude der Offizierschule unter Denkmalschutz gestellt werden sollte. Dann hätte man kaum Entwicklungsmöglichkeiten. Sein Vorschlag, die Polizeischule sollte ins Blaue Palais umziehen und das Landratsamt ins Klosterareal.

Zu viele Gutachten und zu lange Genehmigungen

Als ein „ganz heißes“ Thema bezeichnete Stockinger die Umbenennung einiger Straßennamen mit Nazi-Vergangenheit. Ein Großteil der Bürger habe sich für eine Beibehaltung entschieden, deshalb sollten die Namen nicht geändert werden. Die Verwaltung sei nicht bürgerfreundlich genug, sondern zu bürokratisch, Baugenehmigungen würden zu lange dauern, das müsse schnellstens geändert werden. Ein Dorn im Auge sind Stockinger auch die vielen Gutachten, die bei jeder Gelegenheit in Auftrag gegeben werden. „Die kosten viel Geld und verschwinden in der Schublade“. Bestes Beispiel sei die Verlagerung des Stadtbauhofes. Man habe doch gescheite Leut` in der Verwaltung, so der OB-Kandidat. Als großes Problem sieht Stockinger den Wohnungsbau, weil die Stadt zu wenig eigene Grundstücke habe und auch zu wenig Grundstücke für neue Gewerbeansiedlungen.

Ziele in Angriff nehmen und durchsetzen

Ein neuer Bürgermeister müsse sich einfach Ziele setzen. Er stehe dafür, wenn man etwas in Angriff nehme, dann müsse man es auch durchziehen.

Bei der anschließenden Mitgliederversammlung wurde ein neuer Ortsvorstand für die nächsten drei Jahre gewählt: Georg Stockinger (Ortsvorsitzender), Uli Steber (Stellvertreter), Klaus Hartung (Schriftführer), Helga Rüdiger (Kassenwart), Stefan Weinberger (Beirat), Marcus Adelhoch (Beirat), Carola Tausend (Kassenprüferin).

Dieter Metzler

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