Workshop soll Aufschluss über mögliche Rathauserweiterung bringen

Das Rathaus wird saniert

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Platzt aus allen Nähten – das Brucker Rathaus.

Fürstenfeldbruck – Der Stadtrat folgte dem Bauausschuss und beschloss auf seiner jüngsten Sitzung den barrierefreien Ausbau und die energetische Sanierung der Rathaus-Rückgebäude. Für die dringend notwendige Erweiterung soll ein Workshop Klarheit schaffen. Favorisiert wird ein Neubau im Rathaus-Innenhof.

Werden im Rahmen der energetischen Sanierung barrierefrei ausgebaut: Bauamtstrakt (links) und Längsbau.

Viel wurde über einen Rathausneubau spekuliert, nun wird es konkret. Stadtbaumeister Martin Kornacher stellte auf der letzten Stadtratssitzung die Ergebnisse einer Machbarkeitsstudie zur Rathauserweiterung vor. Favorisiert wird der Neubau eines großen Gebäudes im Innenhof. Alle anderen Vorschläge schieden aus, weil sie entweder zu wenig Fläche gebracht hätten, baulich zu aufwendig gewesen wären oder aber den Innenhof des Rathauskomplexes zerstört hätten. Geplant ist ein 3-geschossiger Bau, der sich hinter dem Gebäude, in dem sich das Schmuckgeschäft „Die Truhe“ befindet, in Richtung Innenhof des Rathauses anschließt. Das dafür infrage kommende Grundstück hat die Stadt bereits erworben. „Diese Variante würde zudem die städtebauliche Struktur Fürstenfeldbrucks mit Einfahrt und Innenhof aufgreifen und sich somit gut ins Stadtbild einfügen“, ergänzte Kornacher. Wie der Neubau im Detail aussehen und genutzt werden könnte, soll in einem Workshop erarbeitet werden. Vorstellbar sind mehrere Varianten.

Im Gespräch ist zum Beispiel ein neuer Sitzungssaal im Erdgeschoss mit darüber liegenden Büroräumen. In diesem Fall würde der jetzige Sitzungssaal zu mehreren Großraumbüros umgebaut werden können. Wie die Lösung letztendlich auch immer aussehen mag, klar ist: Das Brucker Rathaus platzt aus allen Nähten. Es bedarf dringend zusätzlicher Büroflächen. Zudem folgte der Stadtrat dem Bauausschuss und stimmte der energetischen Sanierung und dem barrierefreien Ausbau des Bauamtstrakts (in dem sich auch der Sitzungssaal befindet) sowie des Längsbaus zu. Damit sichert sich die Stadt 450.000 Euro Fördermittel der Regierung von Oberbayern, die mit einer späteren Entscheidung weg gewesen wären. Die Kosten für Um- und Neubau werden insgesamt mit etwa 8,5 Millionen Euro inklusive Nebenkosten veranschlagt. Stadtrat Hans Schilling (CSU) bereitet der Zeitdruck ein wenig Sorge, ihm fehlt noch das Gesamtkonzept: „Natürlich lege auch ich großen Wert auf Barrierefreiheit, aber mit der energetischen Sanierung zum jetzigen Zeitpunkt habe ich Probleme.“ Seiner Meinung nach sei es zu früh, Räumlichkeiten umzuplanen, solange noch nicht feststeht, wie genau die Rathauserweiterung aussehen soll. „Da muss System rein, man kann nicht einfach ein bisschen Fassade sanieren und gut ist“, gibt Schilling zu bedenken. Dennoch schloss er sich dem Votum seiner Ratskollegen an und stimmte dem Antrag zu. Der Beschluss fiel einstimmig. 

Peter Fischer

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