Caritas-Refugee-Hallenturnier

Ergebnisse des Refugee-Hallenturniers bleiben Nebensache

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Für einen Tag haben die Asylbewerber aus Puchheim, das Team „Play4Puchheim“, ihre Sorgen verdrängt und freuten sich ausgelassen über den Turniersieg beim ersten Caritas-Refugee-Hallenmaster

Das sportliche Ergebnis des ersten Caritas-Refugee-Hallenturniers in der Wittelsbacherhalle am 11. Februar war eigentlich nebensächlich. Mit dem Fußballturnier wollten die Organisatoren ein Zeichen setzen, dass der Sport ein wichtiger Faktor für die Integration in der Gesellschaft sein kann.

Fürstenfeldbruck – „Es gilt den Teamgeist im Sport mitzunehmen, heute, morgen übermorgen für die ganze Zukunft hier in Deutschland“, sagte der Integrationsreferent der Stadt, Willi Dräxler (BBV), bei der Siegerehrung. „Man muss sich im Sport engagieren, um Erfolg zu haben. Das gleiche gilt aber auch in der Arbeit und in der Gesellschaft. Nicht nur im Fußball ist ein Fairplay wichtig, auch im täglichen Leben, ob in der Schule oder in der S-Bahn oder wo wir auch immer sind. Frieden ist wichtig, den schaffen wir gemeinsam für eine Gesellschaft, in der alle zusammen leben, und da gehört Ihr alle dazu.“ Und Brucks dritte Bürgermeisterin Karin Geißler (Grüne) sagte: „Ich wünsche euch, dass Ihr nicht nur heute einen schönen Tag hattet, sondern auch in der Zukunft gut vorankommt.“

Mit 13 Flüchtlingsteams so groß wie nie

Dank des guten Zusammenwirkens mit der Großen Kreisstadt und der Caritas Fürstenfeldbruck sowie der Unterstützung durch zahlreiche Sponsoren gelang es „Cheforganisator“ Dirk Hasenjaeger mit 13 Flüchtlingsteams aus zehn verschiedenen Nationen sowie einer Mannschaft der Brucker Gnadenkirche ein Hallenturnier aufzuziehen, dass es in der Größenordnung im Landkreis noch nie gegeben hat. „Ohne die Unterstützung von Günter Eichinger und seinem Team vom TSV West wäre die Veranstaltung nicht möglich gewesen“, dankte Hasenjaeger dem Fußballverein im Brucker Westen, der ohnehin seit Jahren mit seinem Club eine große Integrationsarbeit in der Kreisstadt leistet.

Ehrenamtliche Schiris

Von 10 bis gegen 19 Uhr rollte der Ball in der Wittelsbacherhalle. Die Spiele wurden Schiedsrichtern der Gruppe FFB/Ammersee mit Schiri-Chef Christian Erdle an der Spitze sowie Alexis Nana (Alling) und Önder Kücük (SCF) geleitet, unterstützt von acht Absolventen des gerade zu Ende gegangenen Neulings-Kurses. Alle Referees stellten sich ehrenamtlich in den Dienst der Sache.

„So etwas von fair, wie das Turnier abgelaufen ist, das habe ich nicht erwartet“, meinte Florian Mohr, Jugendtrainer beim TSV Alling, der sich ehrenamtlich im Helferkreis Gilching engagiert. Er betreute das Gilchinger Team, eine Mannschaft aus Nigerianern, die mit Begeisterung dabei waren, obwohl sie wohl alle wieder in ihre Heimat zurück müssen. „Ich fand es einfach toll, wie die sich alle heute untereinander verhalten haben.“

Zweitägiges Kleinfeldturnier im Sommer geplant

Dirk Hasenjaeger, bei dem alle Fäden zusammenliefen und der die Hauptlast für das Turnier trug, meinte am Abend erschöpft, aber zufrieden: „Wenn ich in die vielen strahlenden Gesichter sehe, dann weiß ich, dass sich der Aufwand gelohnt hat.“ Und schon plant der engagierte Helfer vom Helferkreis Fursty im Juni/Juli ein zweitägiges Kleinfeldturnier mit 20 Teams auf der Sportanlage des TSV West an der Cerveteristraße. „Dank einer großzügigen Spende ist der finanzielle Rahmen für das Turnier schon fast zu 100 Prozent gesichert“, zeigte sich Hasenjaeger schon wieder voller Tatendrang.

Dieter Metzler

Endstand:

1. Play4Puchheim, 2. Emanuel FC Gilching, 3. FFB Kickers, 4. Sonjas Dream Team Türkenfeld, 5. Alweni FFB, 6. Real Grafrath, 7. Löwen FFB, 8. Team Gnadenkirche, 9. Lola Kickers, 10. FC Refugee Olching I, 11. FC Refugee Olching II, 12. Germeringer Löwen, 13. Eichenau Tigers, 14. Olchings Warriors.

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