Wettbewerb "Grün in der Stadt" – Stadt honoriert ehrenamtliches Engagement ihrer Bürger in einer Feierstunde 

Zauberhafte Gärten in FFB – Vier Preisträger ausgezeichnet

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Die Preisträger (v. li.) Ludwig Fiedler, Erika Kawaleck, Hans Langbauer, Sonja Maier, Susanne Chishti und 3. Bürgermeisterin Karin Geißler

Fürstenfeldbruck – Erstmals nach 2010 hat die Stadt Fürstenfeldbruck wieder den Wettbewerb „Grün in der Stadt“ ausgelobt. Heuer stand der Wettbewerb unter dem Motto „Blütenreiche Gärten für Schmetterlinge, Bienen und andere Insekten“. Vier Preisträger zeichnete die Stadt aus.

Die Preisverleihung führte Brucks dritte Bürgermeisterin Karin Geißler am 27. November im Foyer des Rathauses durch. Ziel des Wettbewerbs sei es, das private Engagement der Bürgerinnen und Bürger für ein attraktives Erscheinungsbild Fürstenfeldbrucks zu würdigen und zugleich weitere Mitbürger zu sensibilisieren und zu motivieren, sich aktiv bei der Gestaltung ihrer unmittelbaren Heimat zu beteiligen, sagte Geißler bei der Eröffnung der Veranstaltung. Jedes Jahr werde allein in Bayern eine Fläche von der Größe der Stadt Regensburg zugebaut. 

Am diesjährigen Wettbewerb beteiligten sich 14 Bürgerinnen und Bürger. Nach der Begehung der Gärten am dritten Juli entschied sich die Jury, die sich aus der Landschaftsarchitektin Ursula Schilk, Kreisfachberaterin für Gartenkultur Michaela Schleicher, Stadtbaurat Martin Kornacher und dem Leiter der Stadtgärtnerei Heinz Kraus zusammensetzte, für heuer zwei erste Preise zu vergeben und zusätzlich zwei Sonderpreise zu verleihen. Die Organisatorin des Wettbewerbs, Birgit Dietrich von der Landschaftsplanung der Stadt, stellte die Gärten der Preisträger vor. So hat Susanne Chishti zusammen mit ihren Eltern einen besonders vielfältigen Garten geschaffen. Durch seine Aufteilung in verschiedene Räume ist der Garten gestaffelt angelegt. Je nach Standortverhältnissen wechselt die Artenauswahl – feuchte Bereiche, wie die Teichanlage, sonnige Wiesenelemente und schattige Teilbereiche, die an einen Gehölzrand erinnern. So entstehen unmittelbar neben- und nacheinander vielfältige Lebensräume für Insekten und Kleintiere, der gleichzeitig bewohnenden Menschen einen Ort der Entspannung bietet. Auch vom Straßenraum aus wirkt der Vorgarten einladend und ermöglicht Blicke auf die Pergola mit den unterschiedlichen Kletterpflanzen. 

Der Garten von Ludwig Fiedler ist ein lebendiges Biotop mitten in der Stadt. Nahe der Gleisanlagen vergrößerte Ludwig Fiedler den natürlichen Lebensraum der Zauneidechse und lud damit die Tiere erfolgreich in seinen Garten ein. Die Vegetation orientiert sich an der heimischen Fauna und bietet vielerlei Insekten Lebensraum und Nahrungsquelle. Dennoch kommt der optische Genuss für die Gartenbesitzer nicht zu kurz. Über den ganzen Sommer finden sich blühende Stauden und Blumen. Ein echter Naturgarten, der beweist, dass Vielfalt auch in kleineren Gärten im städtischen Umfeld möglich ist. 

Mit jeweils einem Sonderpreis bedacht wurde der Garten von Sonja Maier in der Pucher Straße. Sie hat den hausnahen Bereich ihrer Villa mit einer überbordenden Fülle an Zierpflanzen versehen. Diese blühende Fassadengestaltung war der Jury einen Sonderpreis wert. Hans Langbauer vom Gartenbauverein Puch nahm den zweiten Sonderpreis entgegen. Der Gartenbauverein hat ein Insektenhotel gebaut, das eigentlich den Namen „Palast“ verdient. Die Größe und liebevolle Sorgfalt, mit dem dieses Insektenhotel gebaut wurde, ist enorm. Eine besondere Würdigung erhielt auch der Erhalt und die Pflege der Streuobstwiese in Puch, die mit ihren verschiedenen Sorten einen Beitrag zur Artenvielfalt leistet. 

Für 2015 werden sowohl der städtische Bauherrenwettbewerb als auch der Wettbewerb „Grün in der Stadt“ ausgelobt.

Dieter Metzler 

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