120 Gäste beim Gesellschaftsabend der Brucker Unteroffiziers-Vereinigung - Bundeswehr-Reform und Ende der Wehrpflicht

Auch heuer war der Gesellschaftsabend der Brucker Unteroffizier-Vereinigung gut besucht. Foto: Dieter Metzler

Der Kommandeur der 1. Luftwaffendivision und zugleich Standortältester im Brucker Fliegerhorst, Generalmajor Robert Löwenstein, kam nicht umhin, zumindest mit einigen Sätzen auf zwei brisante Themen bei seinem Grußwort einzugehen: die Reform der Bundeswehr und das Ende der Wehrpflicht. Das erwarteten die über 120 Ehrengäste und Mitglieder, die zum traditionellen Gesellschaftsabend der Unteroffizier-Vereinigung Fürstenfeldbruck erschienen waren, vom Standortältesten. Doch konkrete Neuigkeiten konnte auch Löwenstein den Gästen nicht präsentieren.

Zwar stehe auch Fursty wie alle benachbarten Standorte auf der Waagschale, und der Standort werde sein Gesicht verändern, weil die Infrastruktur einfach nicht mehr passe, so der Standortälteste. Doch man werde den „Knoten der finanziellen Probleme“ nicht durchschlagen, sondern nur schmälern können. Zusätzlich werden mit dem Ende der Wehrpflicht gravierende Konsequenzen auf die Bundeswehr zukommen, die allerdings zum jetzigen Zeitpunkt auch noch nicht absehbar seien, so Löwenstein. In Zeiten solcher Belastungen seien funktionierende Verbünde wichtiger denn je. „Lassen Sie diese Gesellschaft aktiv am Standort weiter leben“, richtete Löwenstein einen Appell an die anwesenden Senioren, sich verstärkt in die Gemeinschaft einzubringen. Schließlich wisse man zum jetzigen Zeitpunkt nicht, welche Folgen durch das Ende der Wehrpflicht auch auf die Betreuungseinrichtungen zukommen. Brucks dritter Bürgermeister Ulrich Schmetz (SPD), über 20 Jahre Mitglied bei den Unteroffizieren, überbrachte die Grüße des noch immer an den Folgen eines Sturzes leidenden Oberbürgermeisters Sepp Kellerer. Eine sachliche Diskussion über Verkleinerung der Bundeswehr und die Aussetzung der Wehrpflicht sei derzeit schwierig, meinte Schmetz, weil sie von Vorfällen in Afghanistan und auf dem Schulschiff Gorch Fock überschattet werden. Für Fursty hoffe er, dass der Standort bei der Reform möglichst „ungeschoren“ davon komme. Der erste Vorsitzende der Unteroffizier-Vereinigung, Stabsfeldwebel Burkhard Küttner, freute sich neben Generalmajor Löwenstein und Bürgermeister Schmetz zahlreiche Ehrenmitglieder, darunter den Ehrenvorsitzenden und jetzigen Geschäftsführer, Oberstabsfeldwebel a. D. Theo Fischer, sowie zahlreiche Gäste aus der Wirtschaft, Verwaltung und den zivilen und militärischen Dienststellen begrüßen zu können. Mit der Ehrennadel in Gold verabschiedete Küttner seinen Stellvertreter, Stabsfeldwebel Felix Hirt, der nach vier Jahren zum Jagdbombergeschwader 32 versetzt wurde. Der Abend klang mit einem Gala-Buffet und mit einem Auftritt von Zauberer Oliver Fitzek aus, der mit seinen Tricks die Gäste verblüffte. Natürlich blieb auch noch Zeit, zum kameradschaftlichen Plausch. Denn, so Küttner, der hohe Stellenwert, den die Unteroffizier-Vereinigung nicht nur innerhalb des Fliegerhorstes, sondern auch in der Stadt genießt, begründet sich in erster Linie darin, dass sich über Jahrzehnte Unteroffiziere, Beamte und Arbeitnehmer des Fliegerhorstes sowie Polizeibeamte und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens zum kameradschaftlichen Austausch in den Räumen der Unteroffizier-Vereinigung immer wieder treffen. Der Gesellschaftsabend zählt dabei zu den Highlights im jährlichen Veranstaltungskalender des Clubs, der mit seinen knapp 1.000 Mitgliedern mit zu den größten Vereinen in der Großen Kreisstadt zählt.

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