Gartenbesitzer will sich bedanken

Asylbewerber kämpfen mit Feuerlöschern gegen Gartenbrand

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Ein Sachschaden von 5.000 Euro entstand bei dem Brand eines Gasgrills. 

In einem Kleingarten, der unmittelbar an die Asylbewerberunterkunft am Schreberweg in Eichenau angrenzt, war letzten Samstag ein Gasgrill plötzlich in Flammen gestanden. Während die Feuerwehr alarmiert wurde, versuchten zahlreiche Bewohner der Unterkunft mit Feuerlöschern aus der Unterkunft den Brand zu löschen. Es entstand ein Sachschaden von etwa 5.000 Euro. 

Eichenau – "Noch während die Besitzer die Feuerwehr alarmierten, da an ein selbständiges Löschen nicht zu denken war, hatten sich auf der anderen Seite des Gartenzauns bereits zahlreiche Asylbewerber eingefunden, die von dort aus mit den Feuerlöschern aus ihrer Unterkunft den Brand bekämpften", schreibt Gartenbesitzer Kurt W. Zwar sei der Brand wegen der in der Nähe befindlichen Thujenbäume, die auch schon in Brand geraten waren, nicht vollständig zu löschen gewesen, allerdings konnten die nachbarlichen Helfer das Feuer zumindest eindämmen, bis kurz darauf die Feuerwehr Eichenau die Brandbekämpfung erfolgreich fortsetzte. "Ein Glück wenn man solche Nachbarn hat", sagte der Gartenbesitzer in erster Reaktion. Als Dank für die Hilfe habe er schon mit den Asylhelferkreis Kontakt aufgenommen, um über ein geeignetes Dankeschön, zum Beispiel in Form einer kleinen gemeinsamen Feier, wie auch schon früher zusammen mit dem Kleingartenverein, nachgedacht.

Wie kam es zum Brand?

Laut Polizei stand der Grill wohl zu nah an einer Hecke, weshalb die sehr trockene Bepflanzung sofort Feuer fing. Dieses breitete sich anschließend auf eine Gartenhütte, einen Zaun und mehrere Bäume aus. Bei den Löscharbeiten verletzte sich weiter ein Ersthelfer leicht, als er mit dem Kopf an einen größeren Ast stieß und sich eine kleinere Risswunde zuzog. Die Polizei ermittelt wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen die Verantwortliche, eine 69-jährige Eichenauerin.

red./pi.

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