Die Zukunft ist ungewiss

Gastronomen in Germering kämpfen mit Schließung und deren Auswirkungen

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Café-Betreiberin Miriam Ott ist auch auf den Abholservice umgestiegen, neben hausgemachtem Birchermüsli bietet sie auch selbstgebackene Kuchen an.

Germering - Ein gemütliches Schwätzchen, dazu einen Kaffee schlürfen und ein Stück selbstgebackenen Kuchen genießen – was bis vor wenigen Wochen für viele noch ein normaler Cafébesuch war, ist in der Corona-Krise nur noch eine blasse Erinnerung an die guten alten Zeiten.

Der Gastronomie geht es gelinde gesagt bescheiden – seit mehreren Wochen ist alles dicht, egal ob Restaurant oder Café . Wer konnte, hat auf Liefer- oder Abholservice umgestellt. Kurzarbeitergeld wurde beantragt, ebenso wie Soforthilfemaßnahmen. „Das ist alles nur ein Tropfen auf dem heißen Stein“, sagt MeinBarista Betreiberin Miriam Ott. Nachdem die Einzelhändler zum 27. April die Chance bekommen habe, unter bestimmten Auflagen, wieder zu öffnen, erhofft auch sie sich diese Möglichkeit für ihre Branche – sonst sehe es für viele Gastronomen sehr düster aus. 

Viele Germeringer unterstützen Speiselokale

Eine begrenzte Sitzplatzanzahl und Abstände – auf das hat sie sich jetzt schon vorbereitet. „Wer momentan jedoch nicht selbst im Laden steht, für den rechnet es sich kaum, das ist aber enorm kräftezehrend“, so die Arbeitgeberin von vier Festangestellten und mehreren Aushilfen. Aufgrund der großen Nachfrage habe sie sich entschlossen einen Abholservice zu starten, hier bietet sie nun selbstgemachtes Bircher Müsli und Kuchen an. Restaurants haben da eine andere Bandbreite, aber jeder tue, was er kann – und viele Germeringer unterstützen den Service der Speiselokale. 

Miriam Ott: "Ich kämpfe so lange, bis ich aufgeben muss"

„Mir geht es nicht nur um das Finanzielle, ich will den Germeringern auch etwas zurückgeben, etwas Herz schenken“, sagt Ott, die viele Stammgäste hat. Informationen über Aktualisierungen erhalte sie auch nur aus den Medien, jeder Tag, der weiterhin geschlossen sei, bedeute für die Gastronomen, dass ihre Rücklagen weiter schrumpfen. „Ich kämpfe solange, bis ich aufgeben muss“, sagt sie bestimmt.

Claudia Becker

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