Gauner und Kommissare

Benedikt Meindel, Marlene Lidy und Lorenz Fischer (von links) präsentieren mit der Theater-AG der Unterstufe am Gröbenzeller Gymnasium eine rasante Gaunerkomödie. Foto: Thomas Atsma

„Nur Schrebergartennachrichten!“ Gelangweilt sitzen die drei Geschwister im Wohnzimmer, suchen in der Zeitung nach aufregenden Ereignissen und finden...nichts! Wenn die Theater-AG der Unterstufe des Gymnasiums Gröbenzell zum Schuljahresende ins Chamäleon einlädt, weiß das Publikum jedoch, dass es mit dem beschaulichen Leben auf der Bühne bald ein Ende haben wird.

Drei laute Pistolenschüsse, ein schriller Ton aus einer Trillerpfeife und zwei maskierte Banditen, die ihre Beute, eine Tasche voller Tausender, just im Wohnzimmer der drei erschrockenen Geschwister liegen lassen, somit nimmt eine Reihe unterhaltsamer Verwicklungen ihren Lauf. Was tun mit dem Geld? Ja nicht zu schnell zur Polizei bringen, beschließt die pfiffige Alice! Eine ideale Rolle für Lena Kurth, die hoch erhobenen Hauptes über die Bühne stolziert und mit fester Stimme den Ton angibt. Um vor einem erneuten Besuch der Banditen gewappnet zu sein, bewaffnen sich die Geschwister zum Vergnügen des Publikums mit handfesten Waffen: Besen, Messer, Kartoffelstampfer, und die Ängstlichste unter ihnen findet sogar noch ein altes Gewehr auf dem Dachboden. Als das Geschwistergespann dann noch in Maskerade auftaucht und sich sehr eigenartig benimmt, ruft die Haushälterin in der Irrenanstalt an, um ihre offensichtlich verrückt gewordenen Herrschaften abholen zu lassen. Maskerade, Handgemenge und Schlafpulver für den Chauffeur, ein beherztes neues Dienstmädchen, beziehungsweise ein französisch sprechender Diener, die auch noch mitmischen und als Komplizen der Banditen verdächtigt werden – so macht Unterstufentheater Spaß! Und schließlich der nächste Schock: die Gauner kommen zurück und holen ihr Diebesgut ab, die Verwicklungen lösen sich auf – am Ende wird an die Krankenschwestern und den Chauffeur noch aus eigener Tasche „Schmerzensgeld“ oder besser „Schweigegeld“ bezahlt. Fremdes Geld weg, eigene Ersparnisse weg, aber es war doch endlich einmal ein aufregender Tag. Der Verlust der Diebesbeute ist schnell verschmerzt, denn: „Im Grunde war's ja nur 'ne Handvoll Tausender!“ Applaus für die Spielleiterin und ihre Theatergruppe, die an zwei Abenden und in doppelter Besetzung das Publikum bestens unterhielt.

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