Offizielle Gratulation am 6. April 2016 für einen engagierten Staatsdiener - Landrat Karmasin besucht Grimm

Feiert den 80. Geburtstag: Alt-Landrat Gottfried Grimm

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Alt-Landrat Gottfried Grimm feiert seinen 80. Geburtstag. 

Fürstenfeldbruck -  Landrat Thomas Karmasin wird am Mittwoch, 6. April 2016, Alt-Landrat Gottfried Grimm offiziell zu Hause zu seinem 80. Geburtstag gratulieren. Grimms berufliche Laufbahn begann nach dem Jurastudium und der zweiten juristischen Staatsprüfung im öffentlichen Dienst mit den Stationen Regierung von Oberbayern, Bundeskanzleramt, den Landratsämtern Fürstenfeldbruck und München sowie dem Bayerischen Staatsministerium des Innern, bevor er am 1. Juli 1972 zum Landrat des Landkreises Fürstenfeldbruck gewählt wurde.

Zweimal erfolgte seine Wiederwahl bis seine Amtszeit am 30. April 1990 endete. Der Kreistag hat ihm mit Beschluss vom 27.09.1990 die Ehrenbezeichnung „Alt-Landrat“ verliehen. 1996 wählten ihn die Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Stadtrat der Stadt Fürstenfeldbruck, wo Grimm bis 2002 tätig war. In den 18 Jahren seiner Amtszeit als Landrat hatte Gottfried Grimm mit den Kreisgremien enorme infrastrukturelle Herausforderungen zu meistern: Zu Beginn seiner Amtszeit wohnten ca. 145.000 Einwohner im Kreisgebiet, 1990 waren es gut 180.000.

Grimm war der Vater des Kreisentwicklungsplans

Grimm versuchte die explosionsartige Bevölkerungsentwicklung durch die Erfindung des Kreisentwicklungsplans in geordnete Bahnen zu lenken. Acht Landkreisschulen (Gymnasien, Realschulen, Förderzentren) wurden gebaut bzw. erweitert. Hinzu kam die Gründung der Gesellschaft für Abfallverwertung und die Müllverbren-nungsanlage. Durch den Altenplan wurde rechtzeitig die altersgerechte Versorgung der in den Landkreis stürmenden Generation vorbereitet. Im kulturellen Bereich entstand der Stadthallenför-derverein quasi als Großvater des heutigen Veranstaltungsforums Fürstenfeld und die Kulturein-richtung Bauernhofmuseum Jexhof. Die Sanierung und Verbesserung des medizinischen Angebotes des Kreiskrankenhauses wurde in die Wege geleitet. Die regionale Wirtschaft förderte er mit der Gründung der Ausstellungs- und VeranstaltungsGmbH, die bis heute die FFB-Schau ausrichtet.

Gründung eines Fördervereins zur Steigerung der Attraktivität für den Freizeitpark Mammendorf

 Die Verbesserung der Zuschüsse für den Breitensport, der verbandlichen Jugend-, Sozial- und Erwachsenenbildungsarbeit sowie die Errichtung zahlreicher Dreifachturnhallen trieb Grimm mit voran. Bei allen Maßnahmen lag ihm auch der Strukturausgleich innerhalb des Landkreises mit den städtisch geprägten Ostgemeinden (heute u.a. mit vier Städten) und den ländlich geprägten westlichen Kommunen am Herzen. Auch wenn sich Gottfried Grimm längst aus dem aktiven Politikalltag zurückgezogen hat, beobachtet er doch immer noch sehr genau die Entwicklung „seines“ Landkreises Fürstenfeldbruck.

Angesichts klammer Kreisfinanzen und hoher Kreisumlage hat er sich 2010 erneut engagiert und die Gründung eines Fördervereins zur Steigerung der Attraktivität für den Freizeitpark Mammendorf auf den Weg gebracht. Als Vorsitzender wirkte er bis 2013 mit bei der neuen Namensgebung, Suche nach Sponsoren und neuen Highlights wie Kletterinsel, Badeinsel, Beach-Volleyballplatz, Parkbänken, einem Skaterpark am Jugendzeltplatz u.v.m.

Ehrenamtlich engagiert für Asylbewerber

 Zuletzt hat Gottfried Grimm spontan nach der Bürgerversammlung zur Unterbringung von Asylbewerbern in der Stadt Fürstenfeldbruck Ende 2014 im Asylhelferkreis mitgeholfen. 

 Landrat Karmasin und Altlandrat Grimm bringen in 2016  38 Jahre Amtszeit zusammen und damit geht den beiden Vollblutpolitikern sicher nicht der Gesprächsstoff aus: Heute leben im Landkreis Fürstenfeldbruck rd. 210.000 Menschen.

Die Kernaufgaben sind immer noch die gleichen nur Wege und Methoden - gerade in der Kommunalpolitik - haben sich stark gewandelt: Während früher der Kreisentwicklungsplan primär eine Sache der Fachleute war, ist die Entwicklung des Leitbildes der Struktur- und Potentialanalyse, des Klimaschutz- und Regionalmanagements geprägt von verstärkter Einbeziehung der Bürger - neben den Fachleuten - , dem Bestreben nach besserer Vernetzung und vermehrter interkommunaler Zusammenarbeit. 

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