100.000 Sachschaden

Gefährliche Brandstiftung: 60 Bewohner eines Hochhauses evakuiert

Feuerwehrmänner unter schwerem Atemschutz betreten Eingang eines Hochhauses
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Unter schwerem Atemschutz mussten die Feuerwehr-Einsatzkräfte das verrauchte Treppenhaus betreten und Bewohner evakuieren.

Puchheim - Nach einem Brand mussten zahlreiche Bewohner eines Mehrfamilienhauses kurzzeitig aus ihren Wohnungen evakuiert werden.

In der Nacht auf Sonntag, 27. Dezember, gegen 22.50 Uhr waren die Rettungskräfte durch mehrere Notrufe über ein Feuer in dem Mehrfamilienhaus an der Puchheimer Kennedystraße informiert worden. Offenbar war zunächst ein Kinderwagen im Treppenhaus des mehrstöckigen Gebäudes in Brand geraten, von wo aus die Flammen auf weitere Gebäudeteile übergriffen.

12 Bewohner über Drehleiter gerettet

Beim Eintreffen an die Einsatzstelle konnte dunkler, aufsteigender Rauch aus dem betroffenen Treppenhaus festgestellt werden. Zeitgleich mit Beginn der Erkundung und der Brandbekämpfung durch Einsatzkräfte der Feuerwehr Puchheim-Bahnhof unter schwerem Atemschutz im besagten Treppenhaus, startete auf der Gebäuderückseite die Menschenrettung von zwölf Bewohnern über die Drehleiter. Die weiteren von insgesamt 60 Bewohnern konnten das Gebäude ohne Drehleiter verlassen. Vor dem Nachbargebäude wurde ein Verletztensammelplatz zur Sichtung der Bewohner eingerichtet. Der Brand selbst wurde bereits durch Anwohner abgelöscht. So leiteten die Feuerwehrkräfte weitere Belüftungsmaßnahmen ein und kontrollierten sämtliche betroffene Wohnungen oberhalb des Brandorts. Es wurde niemand verletzt.

Keine Verletzten

Am Gebäude entstand ersten Schätzungen zufolge ein Sachschaden von etwa 100.000 Euro. Nach der Brandbekämpfung sowie einer Belüftung des Objektes konnten alle Bewohner in ihre Wohnungen zurückkehren.

Verdacht auf Brandstiftung

Die Kriminalpolizei Fürstenfeldbruck hat noch in der Nacht die Ermittlungen übernommen. Derzeit wird davon ausgegangen, dass ein unbekannter Täter das Feuer absichtlich gelegt hat. Neben der Puchheimer Feuerwehr waren ebenso im Einsatz Kräfte der Feuerwehren Eichenau, Germering und Fürstenfeldbruck, der Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL), der Kreisbrandinspektion Fürstenfeldbruck, des THWs Fürstenfeldbruck, sowie ein Großaufgebot des Rettungsdienstes und der Polizei. 

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