FF Geiselbullach löschte einen ungewöhnlichen Brand, bei dem ein Gefahrstoff beteiligt war

50 Feuerwehr-Einsatzkräfte auf dem Campingplatz

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50 Einsatzkräfte der Freiwilligen Feuerwehren waren am Campingplatz Geiselbullach vor Ort.

Olching/Geiselbullach - Eine unerwartete Wendung nahm ein zunächst als Containerbrand gemeldeter Einsatz gegen 14:50 Uhr auf einem Geiselbullacher Campingplatz. Als die FF Geiselbullach mit Hilfeleistungslösch- und Tanklöschfahrzeug eintraf, hatten bereits Passanten erste Löschversuche unternommen. Diese wunderten sich jedoch, dass die Rauchentwicklung zunahm, je mehr Wasser sie in den Container spritzten. Schnell war den Einsatzkräften klar, dass es sich nicht um einem regulären Brand handelte, sondern ein Gefahrstoff beteiligt sein muss.

Daraufhin wurde der Gerätwagen-Gefahrgut sowie die Feuerwehr Olching zur Unterstützung hinzugezogen. Der Verdacht lag nahe, dass es sich bei der Reaktion um ein sogenanntes Rodentizid handeln könnte, als ein Giftstoff, der z.B. in Wühlmausgänge eingebracht wird und dort unter der Einwirkung von Feuchtigkeit langsam ein Giftgas, in der Regel Phosporwasserstoff freisetzt. Bei direkten Wasserkontakt kann es zu einer heftigen Reaktion bis hin zum Feuer kommen. Eine Gefahrstoffmessung bestätigte das Vorhandensein von Phosphorwasserstoff in der Umgebung des Containers.

Daraufhin wurden der Campingplatz und ein naheliegendes Gewerbeobjekt geräumt. Mehrere Passanten wurden vor Ort vom Rettungsdienst untersucht, mussten jedoch nicht weiter behandelt werden. Um die Reaktion zu stoppen wurden mehrere Tonnen Streusalz vom städtischen Bauhof angeliefert und auf den Containerinhalt, hauptsächlich Bauschutt, aufgebracht. Das trockene Salz unterbrach die Gasproduktion und stoppte die Reaktion.

Der Container wurde daraufhin abtransportiert und der Entsorgung zugeführt. Die Messeinheit des Landkreises FFB, die von der Feuerwehr Gröbenzell unterhalten wird, konnte danach keinen Phosphorwasserstoff mehr nachweisen. Eine Gefahr für die Bevölkerung bestand nicht. Gegen 18.30 Uhr war der Einsatz beendet und die rund 50 Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst konnte an ihre Standorte heimkehren.

Verletzt wurde niemand. Die PI Olching werde jedoch möglicherweise wegen Verdacht auf ein Umweltdelikt Ermittlungen einleiten.  Der Giftstoff wurde vermutlich ohne Verpackung auf Bauschutt-Abfall am Campingplatz entsorgt.

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