Eine neue Inititiative der Fürstenfelder Gesundheitstage mit vielen Kooperationspartnern

"Aktiv gegen Krebs" mit Bewegungs-Therapie

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(Von li) Konrad Kaspar, Leiter Krebs-Selbsthilfegruppe, Dr. med. Maria Leitenstern-Gulden, Projektleiterin Gesundheitstage, Dr. Dieter Sumser, Frauenarzt Klinikum FFB, Roland Biendl, Sozialpädagoge Gesundheitsamt FFB und Claudia Thurner-Puchert vom MachMit-Verein beim Pressegespräch über die Initiative "Aktiv gegen Krebs" im Landkreis FFB

Fürstenfeldbruck - Die Lebensqualität von Menschen mit oder nach Tumorerkrankungen kann durch körperliche Aktivitäten deutlich verbessert werden, wie nicht nur wissenschaftliche Studien, sondern auch viele Betroffene berichten. Der Krankheitsverlauf und therapiebedingte Nebenwirkungen werden positiv beeinflusst. Im April vergangenen Jahres fand im Rahmen der bayernweiten Initiative des Bayerischen Gesundheitsministeriums "Aktiv gegen Krebs" ein Aktionstag im Veranstaltungsforum Fürstenfeld statt. 

Unter der Trägerschaft der Fürstenfelder Gesundheitstage haben die Kooperationspartnerr AGENDA 21-Büro des Landkreises, das Gesundheitsamt, das Klinikum FFB sowie Vertreter von Selbsthilfegruppen diesen Tag gemeinsam vorbereitet. Dabei ging es darum, betroffene Menschen und deren Angehörige sowie im Gesundheitsbereich Tätige (Ärzte, Onkologen, Sportmediziner, Übungsleiter etc.) über die bereits bestehenden Bewegungsangebote im Landkreis zu informieren. Dr. med. Maria Leitenstern-Gulden, Projektleiterin der Gesundheitstage, erklärte bei einem Pressegespräch, dass sie sich über das bestehende kleine Netzwerk, das sich mittlerweile sogar ausgedehnt hat, sehr freue. "

Der Aktionstag fand viel Resonanz, so dass wir beschlossen haben, diese Initiative weiter zu führen. Unser Ziel ist es, die Bewegung als Therapiemöglichkeit bei oder nach Tumorerkrankungen nach außen zu kommunizieren". Mittlerweile haben sich der MachMit Verein FFB, der Landkreis FFB e.V., die Sportschule FFB-Puch sowie der TuS FFB angeschlossen und die individuellen und allgemeinen Bewegungsangebote in der Gruppe erweitert. Dr. Dieter Sumser, Frauenarzt am Klinikum FFB und Ansprechpartner für Patienten mit oder nach Tumorerkrankungen, spricht von einem deutlichen Zusammenhang von Bewegung und Krebserkrankungen: "Studien belegen, dass das medizinische Outcome (=Ergebnis) bei Bewegung viel besser ist, als bei Nichtbewegung". Auch können die Krebsrückfallraten entschieden gesenkt werden. Viele Leute profitierten davon, ihr gesundheitliches Risiko zu verbessern. "Wir müssen viel dafür tun, um die Betroffenen in den Genuss dieses Nutzens zu bringen", erklärt Dr. Dieter Sumser. Das sei nur möglich, wenn man gute Überzeugungsarbeit leiste und günstige Bedingungen schaffe. "Ganz wichtig ist es, dass jeder dort abgeholt wird, wo er gerade steht", so der Arzt weiter. "Man muss darauf achten, was bei dem Erkrankten individuell wirkt und ihm Spaß macht. Jegliche körperliche Ertüchtigung ist gut". Auch Konrad Kaspar, Leiter einer Krebs-Selbsthilfegruppe in Fürstenfeldbruck, sieht in der Bewegung die Förderung der Lebensqualität und macht mit seiner Gruppe regelmäßige Spaziergänge zu den Amperauen. 

Der MachMit-Verein Fürstenfeldbruck & Landkreis e.V. bietet ab Herbst verschiedene Kurs im Bereich Rehabilitaion, Sport in der Krebsnachsorge an wie z.B. Walken & Laufen für Frauen mit/nach Brustkrebs, Fitness-Gymnastik oder Tanz- und Yoga Workshop für Frauen und Männer mit/nach Krebs. Nähere Infos (ab Anfang September) unter www.machmitverein.de

Nicole Burk 

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