40 Gegner stellen sich quer

Protest gegen Baum-Rodung für Umfahrung in Olching

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Die Rodungsarbeiten zum vorgesehenen Anschlusskreises der Süd-West-Umfahrung haben begonnen, weshalb sich auf Höhe der Einündung der Römerstraße in Olching Gegner formierten.

Olching - Nachdem bekannt wurde, dass am Anschlusskreisel der Südwest-Umfahrung Olching (SWU) an die Staatsstraße 2345 auf Höhe der Einmündung der Römerstraße ein Roder in Stellung gebracht wurde, trafen sich am 17. Februar in der Früh spontan etwa 40 Gegner der Umfahrung zu einem Flashmob.

Der Protest richtet sich gegen einen vorgezogen oder einen von der SWU unabhängigen Bau des Anschlusskreisels, der Bestandteil des Planfeststellungsbeschlusses ist. Es wird gefordert, Rodungen und Baubeginn vor Abschluss des laufenden Planfeststellungsänderungsverfahrens wegen der nahezu vollständigen Lage der Umfahrungstrasse im vorläufig gesicherten Überschwemmungsgebiet sofort zu stoppen. „Offensichtlich sollen hier auf Kosten von Natur und Umwelt Tatsachen geschaffen werden um den Bau der Südwest-Umfahrung gegen jede Vernunft auf Biegen und Brechen durchzusetzen“, kritissiert Gert Schlenker, Vorsitzender der Bürgerinitiative Ortsentwicklung Olching  (BIOO e.V.).

Baustellenumfahrung überhaupt genehmigt?

Ingrid Jaschke, Fraktionsvorsitzende der Grünen Stadtratsfraktion gibt zu bedenken: „Unseren Informationen zufolge dienen die aktuell durchgeführten Rodungsmaßnahmen insbesondere der Vorbereitung einer Baustellenumfahrung, die in den Planungen bislang nicht enthalten ist. Es stellt sich die Frage, ob die vorgesehene Baustellenumfahrung – sie greift teilweise in geschützte FFH-Flächen ein – derzeit überhaupt genehmigt ist“.

Vorgezogener Bau als Provokation?

Viele Teilnehmer des Flashmobs empfinden den beabsichtigten vorgezogenen Bau des Anschlusskreisels als Provokation und grobe Missachtung der aktuell ungeklärten Lage bezüglich des noch offenen, nicht abgeschlossenen Planänderungsverfahrens. "Darüber hinaus sind die dem Planfeststellungsverfahren zu Grunde liegenden Kartierungen und Bestandsaufnahmen von Flora und Fauna völlig veraltet und müssen vor Baubeginn überprüft und aktualisiert werden", fordern die Gegner weiter.

red

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