Rathausneubau Gröbenzell

Linden dürfen bleiben

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So soll der Rathaus-Neubau in Gröbenzell aussehen - das alte Rathaus wird dafür voraussichtlich Ende November abgerissen.

Gröbenzell – Die Planungen für den Rathausneubau schreiten mit großen Schritten voran. Das Projekt liege laut Verwaltung im Zeitplan.

Am 15. Dezember 2016 wurde dem Gemeinderat von Behnisch Architekten ein Zwischenstand der Vorplanung zum Bauvorhaben Neubau Rathaus vorgestellt und von ihm zur Kenntnis genommen. Zwischenzeitlich wurde folgendes erledigt: Baumgutachten, Schadstoffgutachten für den Abriss des alten Rathauses, Bodengutachten für Baugrube beziehungsweise Wasserhaltung und die Vermessung. Mit der Außenanlagenplanung wurde die Landschaftsarchitektin Susanne Schmidt-Hergarten im November 2016 beauftragt.

Linden und Trafostation bleiben verschont

„Die neuen Erkenntnisse wurden fortlaufend in die Planung integriert. Dies hatte zur Konsequenz, dass der Keller sowie die Tiefgarage verkleinert wurden“, gibt die Gemeindeverwaltung bekannt. Dadurch können voraussichtlich alle Linden in der Rathausstraße erhalten werden. Zwei der Linden wären nach ursprünglicher Planung entfallen, da der Abstand zur Baugrube zu gering gewesen wäre. Darüber hinaus konnte ein größerer Abstand zum evangelischen Kindergarten hergestellt werden. Dadurch werde die Hecke zum Kindergartengrundstück nicht in Mitleidenschaft gezogen und kann erhalten werden. Auch die Trafostation der KommEnergie an der Poststraße kann am derzeitigen Standort belassen werden. Sie hätte mit größerem Kostenaufwand versetzt werden müssen. 

Gerätehaus und Müllraum kamen hinzu

Nach aktuellem Planungsstand stünden 46 Stellplätze in der Tiefgarage zur Verfügung. Oberirdisch können fünf Stellplätze, wovon zwei behinderten gerecht ausgebaut sind, errichtet werden. Mit dem Abrücken der Ostseite vom Kindergartengrundstück wurde die Grundfläche des Gebäudes gegenüber dem ursprünglichen Entwurf um etwa 40 Quadratmeter verkleinert. Auf der so freiwerdenden Fläche können zwei Stellplätze sowie ein Außengerätehaus samt Müllraum angeordnet werden. Durch die damit verbundene Verschiebung der Zufahrt kann die Linde an der Ecke Rathaus/Kindergarten erhalten werden.

Gesamtkosten vor den Extras: 14.894.855 Euro

Behnisch Architekten stellten dem Gemeinderat am 6. April die Grundrissplanung, die Planung der Fassade, Konstruktionsplanung des Gebäudes, die Brandschutz-, Haustechnik- und Elektroplanung den Terminplan und die Kostenschätzung vor. Die Kostenschätzung endete über alle Kostengruppen mit 14.894.855 Euro.

Gesamtkosten mit den Extras: 17.607.855 Euro

Die Architekten und Fachplaner erarbeiteten zusammen mit der vorgestellten Vorentwurfsplanung zusätzliche Optionen, die aus Sicht der Fachplaner und der Verwaltung zu einer Verbesserung des Gebäudes beziehungsweise des Gesamtprojekts führen, welche zum Großteil vom Gemeinderat beschlossen wurden. Unter anderem handelt es sich bei diesen Optionen um eine mechanische Lüftung mit Wärme- und Feuchterückgewinnung in Höhe von etwa 290.000 Euro, eine Dachterrasse mit Aufenthaltsqualität in Höhe von etwa 85.000 Euro, eine Teilvorrüstung von Ladestationen für Elektroautos für sämtliche Stellplätze in Höhe von etwa 18.000 Euro, eine Photovoltaikanlage auf dem Dach in Höhe von etwa 50.000 Euro, elektronische Schließzylinder an allen Türen von 125.000 Euro und um Budget, welches Reserven in Höhe von 1,8 Millionen Euro für Unvorhergesehenes beinhaltet. Die beschlossene Gesamtkostenschätzung für das Bauvorhaben Rathausneubau endet mit 17.607.855 Euro.

Architekten mit Erfahrung

In jüngerer Vergangenheit haben Behnisch Architekten zwei vergleichbare Rathausbauten realisiert. Hier ein kurzer Kostenvergleich: Das Rathaus Kolbermoor kostete 1.760 Euro brutto pro Quadratmeter Bruttogrundfläche (ohne Tiefgarage). Das Rathaus Bad Aibling kostete 1.900 Euro pro Quadratmeter Bruttogrundfläche (ohne Tiefgarage). Nach der derzeitig vorliegenden Kostenschätzung kostet das Rathaus Gröbenzell 1.880 Euro brutto pro Quadratmeter Bruttogrundfläche (mit Tiefgarage).

Abbruch bereits Ende November

In der Sitzung vom 6. April stimmte der Gemeinderat der vorgestellten Vorentwurfsplanung zu und beauftragte die Planer und die Verwaltung, das Projekt auf dieser Basis weiterzuführen. Somit wird nun in die nächste Leistungsphase, die Entwurfsphase, eingestiegen. Der Abbruch des alten Rathauses ist für Ende November 2017 terminiert.

Am 25. April wurden im Rahmen einer Informationsveranstaltung die Anlieger des Rathausgrundstücks über die geplanten Maßnahmen informiert.

red

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