Gemeinsam Stärke zeigen - FW-GEO will fusionieren

Peter Knoll und die „Freien Wähler Geiselbullach, Graßlfing, Esting, Olching“ (FW-GEO) wollen in Verhandlungen mit den Freien Wählern Olching (FWO) gehen. Ziel soll eine Fusion der beiden Gruppierungen sein. Michael Leonbacher, der Kreisvorsitzende der Freien Wähler (FW), begrüßte die Entscheidung der FW-GEO. Über einen Zusammenschluss entscheiden müssten aber letztendlich die beiden Gruppierungen selbst.

Die FWO-GEO wollen mit einem Dreiergremium in die Verhandlungen gehen. „Ich sehe mich als Vorsitzender in der Pflicht.“ So begründete zunächst Peter Knoll seine Entscheidung, die Verhandlungen anzuführen. Ihm zur Seite stehen werden Knolls Stellvertreter Norbert Voß und Matthias Noell, der erst seit etwa einem Jahr Mitglied bei der Gruppierung ist. Noell kritisierte in der Mitgliederversammlung die geplante Vereinigung deutlich. „Asyl bei den FWO zu suchen ist für mich der letzte Weg“, so Noell. Aufgrund des Vorpreschen von Gottfried Schwarzmann, der mit den Fusionsplänen bereits vor der Mitgliederversammlung an die Öffentlichkeit ging, sei der Antrag auf Verhandlungen absurd. Letztendlich erklärte er sich aber bereit, im Gremium mitzuarbeiten. Eher skeptisch in Bezug auf das Klima zwischen den Gruppierungen zeigte Josef Drey, früher Bürgermeister von Geiselbullach. „Die FWO werden wohl nicht so freundlich mit uns umgehen.“ Trotzdem befürworte er Verhandlungen, auch wenn er dafür keine Eile sehe. Drey selbst wollte dem Dreiergremium nicht angehören. Er habe sein politisches Wirken abgeschlossen: „Es lebt sich so schön mit Terminen, die mit Politik nichts zu tun haben.“ Die Fusion mit den FWO sei für die FW-GEO die einzige Chance um politisch zu überleben, erklärte Helmut Braun. Zusammen mit Schatzmeister Stephan Grimm und Schwarzmann hatte er die Verhandlungen beantragt. Den Olchingern seien zwei Frei-Wähler-Gruppen nicht mehr zu vermitteln. Auch die finanzielle Lage der FW-GEO sei durchaus ein Argument für die Fusion. „Unsere Kassenlage ist unterirdisch“, sagte Braun. Schatzmeister Grimm seinerseits trat von seinem Amt zurück und kündigte, bedingt durch einen Ortswechsel, seinen Austritt an. Dieser Schritt sei genauso in der mangelnden Zahlungsmoral einiger Mitglieder begründet. „Ich bin es leid“, sagte Grimm. Leid ist es offenbar auch Gottfried Schwarzmann. Laut Helmut Braun habe Schwarzmann seine Pressearbeit für die Gruppierung niedergelegt und zum Jahresende zudem seinen Austritt erklärt.Für die Fusionsverhandlungen soll es einen moderierenden Vermittler geben. Auf Wunsch könne der Kreisverband einen Vermittler benennen, so Michael Leonbacher auf der Mitgliederversammlung. Er selbst werde dafür aber nicht zur Verfügung stehen. Der Kreisvorsitzende der FW brachte für diese Rolle Emmmerings Bürgermeister Michael Schanderl und dessen Mammendorfer Amtskollegen Josef Thurner ins Gespräch. Thurner habe in Mammendorf selbst Erfahrung mit konkurrierenden Freie-Wähler-Gruppen, erklärte Leonbacher.

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