AWO Germering startet "Wunschbaum Aktion" für Senioren

Wünsche erfüllen

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Die Aktion Wunschbaum in Germering ist gestartet.

Im Internet als simple Idee gestartet, setzte die Germeringer AWO den Wunschbaum kurzerhand in die Tat um. Bestückt mit 64, teilweise sehr bescheidenen, Wünschen von Senioren wartet er nun im dritten Stock des Mehrgenerationenhauses Zenja vor dem Sekretariat der AWO auf empathische Menschen, die genau diese Wünsche erfüllen möchten, um den Menschen ein fröhliches Weihnachtsfest zu beschaffen, die es vielleicht nicht so gut im Leben getroffen haben wie sie selbst.

Germering - Deutschlandweit ist die Aktion Wunschbaum vertreten, nur in Germering war sie bislang nicht angekommen. Aus diesem Grund entschied sich die Germeringerin Angelika Dossenbach einen Aufruf auf Facebook zu starten. Wie der Zufall es wollte, haben dies die richtigen Personen gelesen und das Projekt nun in die Tat umgesetzt. „Für Kinder gibt es bereits viele Aktionen, aber unsere Senioren, die werden oftmals vergessen“, sagt Dossenbach. In Kooperation mit dem Senioren-Zentrum Maria-Magdalena sowie der Germeringer Tafel kamen bisher 64 Wünsche zusammen – von Kleinigkeiten wie dem Duschgel über ideelle Wünsche nach einer Bastel- oder Vorlesestunde. „Weihnachten ist nun mal Familienzeit und viele unserer Senioren haben ihre Angehörigen nicht in unmittelbarer Nähe, da ist der Wunsch nach gemeinsamer Zeit sehr groß“, so die Hauswirtschaftsleitung des Senioren-Zentrums Eleonore Lipert.

Projekt muss sich jetzt bewähren

Über 200 Personen sind Teil der Wunschbaum-Facebook Gruppe, spannend wird es jetzt sein, ob alle Wünsche in Erfüllung gehen werden, erklärt Brit Hupp-Alter, Geschäftsführerin der AWO. „Wenn nur 50 Prozent von denen die zugesagt haben, dass sie helfen wollen, wirklich mitmachen, dann wäre das schon super“, sagt die Initiatorin Dossenbach dazu. Aufgrund der Kurzfristigkeit der Wunschbaum Aktion, sehen die Verantwortlichen rund um Daniela Kunath alles als einen Versuchslauf, der im nächsten Jahr deutlich früher gestartet werden soll, sollte er sich bewähren, wovon alle ausgehen. „Unsere Haupfaufgabe liegt natürlich weiterhin auf der Kinderbetreuung, dennoch wollen wir auch das Alter gebührend würdigen und die Generationen untereinander mehr vernetzen. Wir wollen auch die Senioren sichtbar machen und diese Zielgruppe ebenso würdigen“, beschreibt Hupp-Alter die Teilnahme der AWO an der Aktion. 

Wie läuft die Aktion ab und wie kann man teilnehmen 

Der Wunschbaum ist im dritten Stock des Zenja Hauses in der Planegger Straße 9 zu finden. Jeder der möchte, darf sich einen Wunsch vom Baum nehmen und dieses bei den AWO Mitarbeitern melden. Außerdem werden die Wünsche auf der Facebook Seite der AWO ständig aktualisiert und können unter der E-Mailadresse wunschbaum@awo- germering.de entgegengenommen werden, damit auch berufstätige Menschen, die nicht zu den Öffnungszeiten der AWO Zeit haben, an der Aktion teilnehmen können. Die „verpackten“ Wünsche können dann wieder in der AWO abgegeben werden – auch dies soll zu den Abendstunden möglich gemacht werden, die noch auf der Facebook Seite angezeigt werden sollen – und finden dann ihren Weg zu den bedürftigen Senioren. „Alle Wünsche wurden im Vorfeld anonymisiert, damit kein Schamgefühl bei den Senioren entsteht“, sagt Kunath, die sich um die Koordination kümmert. 

Claudia Becker

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