Einsatzreicher Tag

Überschlagenes Auto, feststeckender Lkw und brennender Kamin

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Einer von vier Einsätzen der FFW Germering am 24. Januar: Auf der Staatsstraße 2068 kollidierten zwei Fahrzeuge von Paketzustellern.
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Auf der A96 überschlug sich ein Auto.
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In der Bahnunterführung am Germeringer Bahnhof verschätzte sich ein Lkw-Fahrer mit der Höhe seines Fahrzeuges.
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Germering - Der gestrige Dienstag, 24. Januar, war ein einsatzreicher Tag für die Feuerwehr Germering.

Innerhalb von nicht einmal fünf Stunden galt es vier Einsätze abzuarbeiten.

Um 14.28 Uhr gab es den ersten Alarm zu einem Verkehrsunfall mit eingeklemmten/eingeschlossenen Personen auf der Staatsstraße 2068. Dort verunfallten zwei Fahrzeuge von Paketzustellern. Die Feuerwehr sicherte die Unfallstelle ab und befreite einen Fahrer aus seinem Fahrzeug. 

Auf Höhe der Abzweigung nach Gut Wandelheim bremste ein 28-jähriger Fahrer des Paketdienstes GLS seinen Mercedes Sprinter abrupt ab, weil er in Gut Wandelheim ein Paket abliefern musste und ohne dieses Bremsen vermutlich die Einfahrt verpasst hätte. Ein unmittelbar hinter ihm fahrender 45-jähriger weiterer Paketdienstfahrer von Fed. Express Europe konnte mit seinem Mercedes Transporter nicht mehr rechtzeitig abbremsen und fuhr frontal auf das GLS-Fahrzeug auf. Durch die Wucht des Aufpralls wurde dieses Fahrzeug nach vorne geschoben und kam erst ca. 80 m weiter rechts im Straßengraben an einem Baum zum Stehen. Der rumänische Fahrer wurde schwerverletzt mit einem Schädel-Hirn-Trauma und zwei abgeschlagenen Zähnen mit dem Hubschrauber ins Klinikum Harlaching geflogen.

Die Schwere seiner Verletzungen resultiert in erster Linie aus der Tatsache, dass der Mann nicht angeschnallt war und auf der Staatsstraße auch nicht von seiner Anschnallpflicht im Rahmen des sog. „Haus zu Haus-Verkehrs“ befreit war. Während der Unfallaufnahme wurde die Germeringer Polizei von der FFW Unterpfaffenhofen tatkräftig durch Bergungs- und Absperrmaßnahmen unterstützt. Da die beiden Unfallfahrzeuge jeweils Totalschaden in Höhe von insgesamt etwa 14.000 Euro erlitten und nicht mehr fahrbereit waren, mussten sie abgeschleppt werden. Vor der Abschleppaktion mussten jedoch die in beiden Transportern befindlichen Pakete von anderen Kurierfahrern der beteiligten Unternehmen abgeholt werden. Inwieweit das Abbremsen des rumänischen Paketfahrers unfallursächlich war, muss durch die entsprechenden Vernehmungen von nicht beteiligten Unfallzeugen noch ermittelt werden. Für die Landung des Rettungshubschraubers musste die Staatsstraße für etwa 40 Minuten komplett gesperrt werden, was zu erheblichen Verkehrsbehinderungen führte.

Auto überschlagen

Bereits um 15.19 Uhr wurden die Einsatzkräfte zu einem Verkehrsunfall auf die A96 alarmiert. Dort hatte sich ein Auto überschlagen. Eine 39jährige Nissan-Fahrerin aus dem Landkreis Starnberg befuhr die BAB A 96 München in Fahrtrichtung Lindau. Kurz nach der Anschlussstelle Gilching geriet sie mit ihrem Pkw aus bisher ungeklärter Ursache ins Schleudern, verlor die Kontrolle über ihr Fahrzeug und kam nach rechts von der Fahrbahn ab. Im angrenzenden Feld überschlug sich das Fahrzeug mehrfach und blieb etwa 50 Meter entfernt von der BAB im Feld liegen. Nach ersten Erkenntnissen wurde die Fahrerin mit Kopfverletzungen aus ihrem Fahrzeug geborgen und wird mit einem Rettungshubschrauber in eine Münchner Klinik geflogen. Ihr einjähriges Kind, das sich mit im Fahrzeug befand, scheint offensichtlich nicht verletzt zu sein. Zur Bergung der verletzten Personen und zur Landung von zwei Rettungshubschraubern musste die BAB A 96 in FR Lindau gesperrt werden. Eine Fahrspur wird nach dem Abtransport der Verletzten in Kürze wieder freigegeben. Der Sachschaden am Pkw wird auf etwa 20.000 Euro geschätzt.

Lkw steckt fest

Kaum das dieser Einsatz zu Ende war, kam um 16.45 Uhr der nächste Alarm. In der Bahnunterführung am Germeringer Bahnhof war ein Lkw stecken geblieben.

Ein 52-jähriger Lkw-Fahrer aus Lapperding war dort mit seiner Sattelzugmaschine samt mit Holz beladenem Auflieger auf die Untere Bahnhofstraße in Richtung Landsberger Straße unterwegs. An der Unterführung unter der S-Bahn-Strecke hindurch blieb er jedoch stecken, da die Fahrzeughöhe seiner Sattelzugmaschine 3,90 Meter beträgt, die Unterführung jedoch nur für eine Durchfahrtshöhe von 3,30 Meter zugelassen ist. Der Lkw-Fahrer gab an, aufgrund einer Sperre auf der A96 die Alternativroute gewählt zu haben. Auf dieser kannte er sich nicht aus und übersah das Zeichen 265 an der Unterführung. Die Sattelzugmaschine und der Auflieger wurden dabei stark beschädigt, ob an der Unterführung ein Schaden entstand wird noch durch einen Statiker der Deutschen Bundesbahn ermittelt. Die Bahngleise 1 und 2 wurden während der Unfallaufnahme von 17.15 bis 17.53 Uhr durch den Notfallmanager der Deutschen Bahn gesperrt. Nach der Bergung der Sattelzugmaschine mit tatkräftiger Hilfe der FFW Germering wurden die Bahngleise wieder frei gegeben. Der stark beschädigte Lkw wurde anschließend zuerst rückwärtsfahrend von der Germeringer Polizei aus der Unteren Bahnhofstraße herausgelotst und zur Otto-Wagner-Straße begleitet, wo er über Nacht abgestellt wurde. Die Untere Bahnhofstraße war während der Unfallaufnahme etwa 1,5 Stunden gesperrt, was gravierende Auswirkungen für den abendlichen Berufsverkehr nach sich zog.

Kaminbrand

Nach einer kurzen Pause gab es um 19.22 Uhr den nächsten Alarm für die ehrenamtlichen Helfer. Gemeldet wurde ein Kaminbrand in der Eisenbahnstraße. Beim Eintreffen war bereits ein Funkenflug aus dem Kamin erkennbar. Zwei Angriffstrupps unter schwerem Atemschutz haben den Kamin ausgekehrt und somit das Feuer gelöscht. Ein Trupp kehrte den Kamin über die Drehleiter während ein anderer über den Keller den brennenden Ruß entfernte. Des weiteren wurde der Kamin mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.

FFW/PI

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