Germeringer Ehepaar spendet für Bau des Hospizes und Frauenhauses

100.000 Euro gespendet

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Stiftungsvorsitzender Christian Ganslmeier (links) zeigt Marieluise und Joachim Nette den Bebauungsplan für das neue Hospiz und Frauenhaus.

Der Bau des ersten Germeringer Hospizes und Frauenhauses nimmt immer konkretere Formen an. Zur Freude der Germeringer Sozialstiftung, erhält deren größtes Projekt von allen Seiten nicht nur durchgehend positive Rückmeldungen, sondern erfährt auch die Großzügigkeit einiger Germeringer Bürger. So entschied sich das Ehepaar Nette zu einer Spende in Höhe von jeweils 100.000 Euro.

Germering - Der Allgemeinheit etwas zurückgeben, mit diesem Gedanken beschäftigt sich Joachim Nette seit einiger Zeit, da erschien ihm das Projekt der Sozialstiftung ein Hospiz und Frauenhaus in der Unteren Bahnhofstraße zu errichten, als überaus passend. „Vielleicht fühlen sich dadurch auch andere Menschen zu einer Spende bewogen, wenn sie sehen, was mit dem Geld geschaffen werden kann“, sagte Nette, als Stiftungsvorstand Christian Ganslmeier mit den Bebauungsplänen bei ihm und seiner Frau Zuhause vorbeischaute. Insgesamt werden drei komplett voneinander getrennte Gebäudeteile überplant. Hospiz, Frauenhaus und Wohnungen für die Mitarbeiter. 2.200 Quadratmeter groß wird das Gebäude auf dem Grundstück, das der Sozialstiftung zuvor zweckgebunden gestiftet wurde. Nicht nur die Anwohner, besonders die Stadträte, auch Ganslmeier ist einer, stehen dem Projekt wohlwollend gegenüber. So wurde der Bebauungsplan des Grundstückes mit einem großzügigen Baurecht geändert, sodass relativ groß gebaut werden kann, wie der CSUler bestätigt. 

Baubeginn Frühjahr 2020

„Das stationäre Hospiz erhält dabei eine Fläche von 1.100 Quadratmetern und wird mit zwölf Betten ausgestattet“, erklärt Ganslmeier beim gemeinsamen Betrachten der Pläne. Weitere 700 Quadratmeter sind für das Frauenhaus eingeplant und etwa 400 für neun Bedienstetenwohnungen. Ausreichend Platz für einen Aufenthaltsraum, Wasch- räume, Gästezimmer, Büros – unter anderem ein fester Anlaufpunkt für die Sozialstiftung – oder einen Besinnungsraum soll damit geschaffen werden. Diese Idee sagt besonders Joachim Nette zu, der mit seiner Spende Begeisterung bei der Stiftung auslöste, immerhin wird der Bau – Beginn soll im Frühjahr 2020 sein – vermutlich zehn bis zwölf Millionen Euro kosten. Auch Marieluise Nette ist von dem gemeinsamen Konzept aus Hospiz und Frauenhaus begeistert und möchte im März nächsten Jahres mit einer weiteren Spende von 100.000 Euro nachziehen. „Sollte ich selber einmal ein Hospiz benötigen, ist ja vielleicht ein Plätzchen für mich frei“, sagt sie. Eine Tafel mit der Auflistung aller Spender, so verrät Ganslmeier, sei auf jeden Fall in Planung. 

Drei voneinander getrennte Gebäudeteile

Die drei Gebäudeteile erhalten eigene Treppenhäuser und werden baulich so getrennt, dass beispielsweise kein Lärm vom Frauenhaus in das Hospiz gelangen kann. Früher habe man die Adresse von Frauenhäusern geheim gehalten, heute arbeite man eng mit der Polizei zusammen und durch mehrere Sicherheitsschleusen, durch die man in das Gebäude gelange, sei der Schutz für die Frauen zu jeder Zeit gewährleistet, erklärt Ganslmeier dem Ehepaar. Aufgrund der hohen Mieten freuen sich die beiden zudem über die zusätzlich für die Mitarbeiter geschaffenen Wohnungen und wissen damit ihr Geld sinnvoll angelegt. 

Claudia Becker

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