Germeringer Feuerwehrmänner trafen sich zum Kalendershooting

Oben ohne für den Fitnessraum

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Professionell ausgeleuchtet wurden die „Freiwilligen“ bei ihrem Fotoshooting für den Kalender.

Emsiges Umherwuseln herrschte am Sonntag bei der Freiwilligen Feuerwehr Germering in der Augsburger Straße, Grund dafür war nicht, wie man meinen könnte, ein wichtiger Einsatz, wie ein Brand. Heiß her ging es trotzdem, immerhin wurden Fotos für einen Kalender geschossen. Der erste seiner Art in Germering und auch deutschlandweit gibt es nicht viele Vorbilder.

Germering - Nach zwei Stunden waren sechs Bilder bereits im Kasten. Jedes der zwölf Motive wurde im Vorhinein sorgfältig durch das Team rund um Fotografin Claudia Köppel, die auch das Mannschaftsfoto der Feuerwehrler machte, und dem Vorsitzenden der Germeringer Feuerwehr Stefan Heyne ausgewählt. Die Germeringer Feuerwehrmänner fügten sich dem, wie es ihr Ehrenamt bereits sagt, natürlich alle freiwillig. Dass der Spaß an diesem sonnigen Tag im Vordergrund stand, wurde schnell klar. Alle Modelle begaben sich der Reihe nach in die Maske und positionierten sich, wie verlangt, vor dem Feuerwehrauto, hielten Hundewelpen in den Armen während die Nebelmaschine im Hintergrund betätigt wurde oder ließen sich aus ein paar Metern Höhe abseilen. Die Motive lassen zumindest einiges Versprechen. Der Gedanke, einen Kalender zu gestalten, schwirrt schon seit Längerem durch die Köpfe der Feuerwehrler, wie Zugführer Ludwig Deimel in einer kurzen Pause berichtet.

Taten mussten folgen

Nun mussten auf die großen Worte auch Taten folgen, sagt Heyne. Innerhalb weniger Monate – genau genommen seit Juli – wurde es nun für die Germeringer ernst. Da half nur Schockdiät und knallhartes Training, passend so kurz nach der Wiesn, wie die Feuerwehrmänner mit einem Lachen erzählen. Auch zwischen den einzelnen Fotografien wurden die Muskeln noch schnell durch ein letztes Gewichtheben bestens in Szene gesetzt. Immerhin soll der Erlös aus den verkauften Kalendern einem guten Zweck dienen, die Feuerwehrler wollen ihren Fitnessraum auf Vordermann bringen, dafür darf auch etwas Schweiß fließen. „Man kennt Fotoshootings ja sonst nur aus dem Fernsehen und belächelt sie. Jetzt merkt man erst einmal, wie schwer es ist die Pose zu halten und im richtigen Moment zu lächeln“, sagt Deimel, der seit 1999 Mitglied bei der Freiwilligen Feuerwehr ist und seitdem schrittweise dem Werdegang dort folgt. Freunde und Familie wussten im Vorfeld natürlich über das Projekt „Kalender“ Bescheid, aber auch von seinen Arbeitskollegen habe er nur positives Feedback erhalten, erzählt Timo Amey nach seinem ersten Durchlauf. Neben Einzelportaits, wurden auch Gruppenfotos geschossen. Immerhin sei der Feuerwehrmann-Kalender so gut wie einzigartig in Deutschland. 

Kalender ab Mitte/Ende November erhältlich

Zu kaufen gibt es den fertigen Kalender mit schwarz-weiß-Fotografien für fünfzehn Euro in den kommenden Wochen, passend zur Vorweihnachtszeit, damit er unter jeden Germeringer Baum gelegt werden kann. Genaueres gibt die Germeringer Feuerwehr auf ihrer Internetseite unter www.ff-germering.de bekannt. Hier gibt es auch immer die neuesten Einsätze zum Nachlesen, ebenso wie auf der Facebook-Seite der Feuerwehrmänner. Denn in den letzten Jahren ist es immer häufiger zur Aufgabe der freiwilligen Helfer geworden, direkt vom Unfallort aus über die jeweiligen Geschehen zu berichten. Um die Neugierde der Anwohner zu stillen, wollen sie offensiv dagegen vorgehen und die Leute aufklären, sagt Deimel. Wer sich hautnah ein Bild der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr machen möchte, kann jeden Montag ab 18.30 zu den Treffen in der Augsburger Straße 11 kommen und teil der Kameradschaft werden.

Claudia Becker

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