Germeringer Flurdenkmal im Altdorf erinnert an regen Salzhandel im Mittelalter

Zehn Jahre Bildstock St. Rupert

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Der Bildstock St.Rupert im Altdorf Unterpfaffenhofen an der Salzstraße.

Germering – Im Altdorf Unterpfaffenhofen erinnert seit zehn Jahren ein Bildstock an den einstigen regen Salzhandel, der seit dem Mittelalter über Reichenhall und München nach Landsberg führte. Der Bildstock ist dem Heiligen Rupert geweiht, dem Salzpatron und einstigen Bischof von Salzburg.

Aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens errichtete der Förderverein für Heimatpflege Unterpfaffenhofen-Germering dieses Flurdenkmal. Bildstöcke sind in Österreich und Bayern an vielen Wegen und Straßen vor allem auf dem Land zu finden. Sie haben meist einen religiösen Hintergrund und sind einem Heiligen gewidmet. Der Heilige Rupert wirkte zunächst als Bischof von Worms und wurde 696 von Herzog Theodo II. nach Bayern gerufen. Im Rahmen seiner Missionstätigkeit kam er auch in die Gegend zwischen Chiemgau und Salzburg, den heutigen Rupertiwinkel. Vom Herzog erhielt er auch das Recht zur Salzgewinnung. Der Bildstock St. Rupert wurde am 25. September 2010 durch Stadtpfarrer Andreas Christian Jaster bei strömendem Regen feierlich eingeweiht. In einem nahe gelegenen Stadel wurde das glücklich vollendete Werk in großer Runde, musikalisch unterstützt von der Blaskapelle der Freiwilligen Feuerwehr Unterpfaffenhofen, gebührend gefeiert. Mit dem Bildstock leistete der Förderverein nach dem Jakobsbrunnen damit einen weiteren Beitrag zur Verschönerung des Unterpfaffenhofener Ortsbildes. Die Finanzierung erfolgte ausschließlich mit Spenden und Eigenmitteln des Vereins. Der Bildstock zeigt auf sehr originelle Weise in vier Bildern St. Rupert als Salzpatron. Die künstlerische Gestaltung hatte der Oberaudorfer Wolfgang Wright, der auch den Jakobsbrunnen schuf. Die Steinmetzarbeiten führte Anton Baumann aus Ebersberg aus, die bekannte Hofmalerei van Treek aus München die originellen Glasarbeiten. Der Bildstock St. Rupert erfreut sich seit seines Bestehens großer Beliebtheit. Zur Fronleichnamsprozession wurde von Vereinsmitgliedern alljährlich ein Altar aufgebaut. Bedingt durch die Corona-Krise kann die Prozession nicht im gewohnten Rahmen durchgeführt werden. Stadtpfarrer Andreas Christian Jaster wird jedoch am Donnerstag, 11. Juni, um 9 Uhr einen Eucharistischen Segensumgang anbieten. Der Bildstock wird in die Segnung einbezogen und festlich geschmückt werden. 

Bichler/Drexler

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