Germeringer SPD fordert zukunftsorientierte und nachhaltige Lösung für Verkehrsprobleme

Seilbahn - oder doch lieber Magnetbahn

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SPD-Landratskandidat Dr. Christoph Maier (links), Germerings OB-Kandidat Johannes Landendinger (Zweiter von rechts) und Stadtratskandidat Klaus-Peter Müller gehörten bei den Referaten zu den aufmerksamen Zuhörern.

Germering – Eine Seilbahn von Germering nach Pasing ist nicht die ultimative Lösung aller Verkehrsprobleme, aber ein guter Ansatz zukunftsorientiert und nachhaltig zu denken. Dies war das Ergebnis einer Informationsveranstaltung der Germeringe SPD. Rund 100 Besucher im Lena-Christ-Saal der Stadthalle zeigten, welch großes Interesse das Thema auf sich zieht.

„Wir sind nicht die einzigen mit so einer Idee.“ Johannes Landendinger, SPD-Kandidat der Germeringer SPD für das Oberbürgermeisteramt, wehrte sich dagegen, dass die Idee hier und da belächelt würde. In München wurde eine Machbarkeitsstudie erstellt, in Würzburg und Ingolstadt hat man darüber schon ernsthaft debattiert ebenso wie in Kempten. Angesichts der in Freiham erwarteten Entwicklung in Freiham forderte Landendinger rasches Handeln. 25.000 Bewohner und 7.500 Arbeitnehmer würden sich nach seiner Meinung auch auf Germering auswirken. Busse als Lösungsansatz, wie von der CSU vorgeschlagen, lehnte der SPD-Kandidat allein schon aus folgendem Grund ab: „Woher sollen wir die ganzen Busse und vor allem die Busfahrer hernehmen?“ Daher forderte Stadtratskandidat Klaus-Peter Müller, der den Informationsabend auch moderierte: „Wir brauchen schnellstmöglich ein attraktives Gesamtkonzept.“ Nur so könne man dem bestehenden Zuverlässigkeits- und Kapazitätsproblem begegnen“, sagte Müller. Für Professor Dr. Sven Kesselring von der Mobilität an der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen ist dabei die Seilbahn ein Lösungsansatz. „Wir müssen aber von der Automobilität zu einem System der vielfältigen Mobilität kommen“, forderte der Mobilitätsforscher. Er zeigte sich aber für die Zukunft tendenziell optimistisch: „Die junge Generation wird immer weniger einen so großen emotionalen Bezug zum Auto haben wie wir und unsere Väter.“ 

Auch Magnetbahn als Alternative vorstellbar

Projektmanager Rauno A. Fuchs hielt in diesem Zusammenhang politische Visionen in Sachen öffentlichen Nahverkehr für notwendig. „Jede Kommune kann einen solchen Prozess in Gang setzen.“ Das dürfe sich aber nicht auf Bus und Bahn beschränken. Da müsse man in Dimensionen denken, die Carsharing und eine Förderung von Fuß- und Radwegen mit einbeziehen würden. Günter Troy, Projektmanager einer mit dem Bau von Seilbahnen befassten Firma empfahl, zunächst über das richtige System nachzudenken. Man müsse zudem den Flächenverbrauch an den Haltepunkten mit einbeziehen. „Dazwischen aber, auf der freien Strecke, sind die darunter liegenden Flächen frei nutzbar.“ In einem Film zeigte Troy zudem auf, dass die Seilbahn problemlos auch mit Kinderwagen und Rollstuhl genutzt werden kann. Eine weitere Alternative stellte Bauingenieur Andreas Rau mit der Magnetbahn vor. Als Vorteile nannte er zum einen, dass sie fahrerlos und automatisiert geführt werde. Zudem könne sie sich relativ problemlos an örtliche Gegebenheiten anpassen. Auf ihrer Homepage zog Germerings SPD folgendes Fazit: „Eine sehr informative Veranstaltung zur Mobilität der Zukunft, die aufgezeigt hat, dass einerseits dringender Handlungsbedarf seitens der Politik besteht, andererseits auch ein kritisches Nachdenken jedes Einzelnen über das eigene Verkehrsverhalten nötig ist.“

Hans Kürzl

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