Das "Germeringer – Das griabige Wirtshaus" eröffnet unter neuer Führung nach Umbau

Es ist wieder "griabig" in Germering

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Prosit auf den Neustart (von links): OB Andreas Haas, die neuen Wirtinnen Heike Rennert und Manuela Gröger sowie der frühere Wirt Alex Maffei.

Germering – Ein gutes Stück bayerischer Lebens- und Esskultur ist in Germering erhalten geblieben. Rund neun Monate hatte der „Griabige“ geschlossen. Als „Germeringer – das griabige Wirtshaus“ feierte das bayerische Lokal am letzten Junisamstag bei strahlendem Sonnenschein an gleicher Stelle Wiedereröffnung.

Die beiden neuen Wirtinnen Manuela Gröger und Heike Rennert konnten jedenfalls mit dem Start zufrieden sein. Dem prächtigen Wetter hatten sich auch die Gäste angepasst. „Die lange Vorfreude hat sich gelohnt“, sagt etwa Dirk Wenner. Der 43-Jährige war 15 Jahre Stammgast beim „Griabign“ und pflegte dort genauso lang seinen Stammtisch. Das werde sich auch unter dem neuen Namen nicht ändern. „Man hat das Gemütliche, das Angenehme beibehalten“ lobt Wenner ausdrücklich. Ähnlich sieht das Jürgen Hoff. Sein Zungenschlag verrät zwar, dass er nicht aus Bayern kommt. „Ich bin im Saarland geboren, aber schon 50 Jahre in Germering.“ In dieser Zeit habe er es sehr zu schätzen gelernt, dass es ein gutes bayerisches Lokal gibt. Den „Griabign“, den es seit 1999 gab, habe er deshalb fast von Beginn an angesteuert. „Ich habe da meinen Stammplatz an der Theke. Leider geht das jetzt wegen Corona erst einmal nicht“, erzählt der 81-Jährige. Wie viele andere Gäste am Eröffnungstag bestätigt Hellmuth Kühtz, dass man es schon bedauert habe, als man vom Rückzug des früheren Wirtes Alex Maffei, der gesundheitsbedingt erfolgte, erfahren habe. „Man hatte aber immer das Gefühl, dass es weitergeht“, sagt Kühtz. 

Neue Wirtinnen sind "alte Hasen"

Es sei ein Vorteil, dass die neuen Wirtinnen den Laden schon lange kennen. Gröger arbeitete schon fünf Jahre im „Griabign“, Rennert sogar 15. „Die packen das schon und man merkt ihnen die Freude an, mit der sie das machen.“ Das lässt auch den Vorgänger der beiden neuen Wirtunnen Frauen durchatmen. „Es tut gut, zu sehen, dass das Lokal in guten Händen bleibt“, freut sich Maffei. Das trage natürlich ein Stück weit dazu bei, dass er sich gesundheitlich wohl fühle und ruhig bleiben könne. Vor neun Jahren hatte Maffei einen Herzinfarkt erlitten, von dem er sich eigentlich gut erholt hatte. Dann aber traten im Vorjahr erneut Probleme auf und der Wirt aus Leidenschaft musste kürzer treten. Dem „Germeringer“ werde er aber verbunden bleiben. Das monatelange Werkeln von Gröger und Rennert hatte sich also gelohnt. Auch Germerings Oberbürgermeister Andreas Haas lobte ausdrücklich das Durchhaltevermögen der beiden. „Danke für die viele Arbeit, sagte der Oberbürgermeister. Der würdigte den Eröffnungstag auch im Hinblick auf die Corona-Lage. „Es ist eine gute Gelegenheit, mal wieder unter die Leute zu kommen und sich zu treffen.“ Haas verband das mit dem Wunsch, eine Tradition aus dem „Griabign“ aufrecht zu erhalten: die so genannte Charity Night. Die fand bislang im Spätherbst statt. Deren Erlös kam dem Förderverein der Germeringer Insel zugute. Bisweilen wirkte Haas dabei aktiv in der Küche mit. Als Wirtinnen haben die 32-jährige Gröger und die 47-jährige Rennert Neuland betreten. Doch die Umgebung, in der sie arbeiten, wird eine vertraute sein. Und auch die vielen Stammgäste der Wirtschaft im Büro- und Geschäftshaus der VRBank werden sich nicht groß umgewöhnen müssen. Denn beide Frauen haben schon lange im Team des früheren Wirts Maffei mitgearbeitet. 

Hans Kürzl

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