Germeringer Grünen stellen Programm für Kommunalwahlen vor

Verjüngt in den Wahlkampf

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Stellten ihr Wahlprogramm vor (von links): Oberbürgermeister-Kandidatin Agnes Dürr, Angelika Kropp-Dürr, Christian Huber, David Kulbe, Friedrich Lange und Gerhard Blahusch.

In einer gemütlichen Runde im Kulturcafé sitzen die Germeringer Grünen zusammen. Sie hatten zur Vorstellung ihres Wahlprogramms geladen an dem sie seit Juni getüftelt hatten. Dabei herausgekommen sind Themenschwerpunkt wie Stadtentwicklung, ÖPNV, Radverkehr, Umweltschutz oder das Zusammenleben. Auch die Germeringer Grünen zeigen sich motiviert und wollen den derzeitigen Aufschwung ihrer Partei dazu nutzen – am liebsten mit mehr Plätzen im künftigen Stadtrat, zwei, so sagen sie, wären realistisch.

Germering - „Natürlich Germering“ so lautet der Aufhänger der Germeringer Grünen bei den diesjährigen Kommunalwahlen im März. Neben bekannten Gesichtern wie Oberbürgermeister-Kandidatin Agnes Dürr, ihre Schwägerin Angelika Kropp-Dürr oder der 24-jährigen Sophie Schuhmacher, sind nicht nur viele Frauen auf den ersten Listenplätzen vertreten, auch mit Neulingen wie dem 31-jährigen Erzieher Christian Huber oder dem 19-jährigen Schüler David Kulbe versucht sich die Partei zu verjüngen. „Viele junge Menschen sind ein gutes Zeichen für die Partei“, sagt Kropp-Dürr. Einen Querschnitt der Gesellschaft stellen die Germeringer Kandidaten dar – „eine bunte Mischung eben“, so die erfahrene Stadträtin. „Die Grundlage einer funktionierenden Demokratie ist, dass Kräfte aus allen Ecken dabei sind“, erklärt Huber, der seit zwei Jahren im Vorstand der Grünen ist. Und wie ginge dies besser als mit möglichst vielen Grünen-Vertretern im Germeringer Stadtrat. Die Ziele sind hoch gesteckt, aber dabei immer realistisch formuliert, das betont Schuhmacher immer wieder. Es läge nicht im Interesse der Partei utopische Forderungen zu stellen, von denen sie wüssten, dass diese nicht in ihrem Ermessen lägen. So ist der Wunsch nach einer „Germering Card“ als vergünstigte Jahreskarte für den Germeringer Busverkehr ein Ziel, um den öffentlichen Nahverkehr zu verbessern. Klar sei ihnen aber auch, dass beispielsweise die Deutsche Bahn und nicht die Stadt Germering für die Taktung und Streckenführung der S-Bahn verantwortlich sei. Alternativen schaffen sei da eine mögliche Lösung. Das Radfahren attraktiver gestalten, die Taktung der Buslinien verbessern und den Ausbau von Sharing-Konzepten voranzutreiben – alles im Sinne der Umwelt. Denn auch die Germeringer können etwas für den Klimawandel tun. „Wir müssen eine Bestandsaufnahme machen und dann weitersehen, wie wir gegensteuern können“, sagt Dürr. Projekte müssen ihrer Meinung nach ganzheitlich geplant werden, das Konzept dann aber konsequent verfolgt werden. Zudem wolle sich die Partei für genossenschaftliches Wohnen und ein Vorverkaufsrecht der Stadt bei Grundstücksverkäufen einsetzen. Die sozialgerechte Bodennutzung müsse von 30 auf 40 Prozent erhöht werden und eine Verbesserung der Barrierefreiheit in Germering geschaffen werden. Realistisch sieht Dürr auch ihren Kampf gegen den amtierend OB Andreas Haas, eine Stichwahl erwarte sie nicht.

Claudia Becker

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