Germeringer Innenstadt soll harmonisches Außenkonzept erhalten

Eine Einheit soll her

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Bei der Veränderung des äußeren Erscheinungsbildes vieler Geschäfte sind nicht nur Cafés und Restaurants, sondern alle Einzelhändler, wie hier in der Otto-Wagner-Straße, gefragt.

„Wir verfolgen die konsequente Fortsetzung des Ziels, die Germeringer Innenstadt attraktiver zu gestalten“, sagt Oberbürgermeister Andreas Haas in der Sitzung des Umwelt-, Planungs- und Bauausschusses vom 18. September. Vorangegangen war die Erarbeitung eines einheitlichen Gestaltungskonzepts durch den Stadtmarketing-Manager Joachim Vossen und Vertreter des Germeringer Einzelhandels.

Germering - Ein finanzieller Anreiz soll für all diejenigen geschaffen werden, die sich Gedanken über eine Neuanschaffung ihrer Außenmöblierung wie die Bestuhlung, Markisen, Sonnenschirme, Pflanztröge, Logobeschriftungen oder Ähnliches. Es herrsche kein Zwang, so der Oberbürgermeister, lediglich die Möglichkeit sich an der Neugestaltung Germerings zu beteiligen und dabei finanziell unterstützt zu werden. Die maximale Höchstfördersumme einer Einzelmaß- nahme ist dabei jedoch auf 6.000 Euro brutto beschränkt, was eine Förderung von jeweils 50 Prozent der Anschaffungskosten entspricht. Was aber nicht bedeutet, dass man es im nächsten Jahr nicht wieder versuchen kann – je nach Nachfrage nach dem Projektfonds, das möchte auch Hadi Roidl (Bündnis 90/ Die Grünen) genauer wissen. Wichtig ist aber eine Bindung auf fünf Jahre, da es sich um eine Zuschussförderung handle. Die Stadt hält sich dabei vor, die geförderte Möblierung vor Ort zu überprüfen. 

Aufwertung der Innenstadt

Die Einzelhändler sollen davon profitieren, dass die Germeringer Innenstadt attraktiver wird, mehr Kunden angelockt werden und die Verweildauer erhöht wird – ähnlich wie bereits in Pasing geschehen. Das soll durch eine Aufwertung der Geschäftsstraße und eine Stärkung der Stadtidentität geschehen. Gefragt sei aber nicht nur das Außenkonzept gastronomischer Geschäfte, auch Friseure und andere Dienstleister können Teil des Projekts werden. Jedoch seien nachträgliche Förderungen nicht möglich. Dazu wurde eigens ein Gestaltungshandbuch, das knapp 50 Seiten umfasst, entwickelt, in dem Förderungsvoraussetzungen sowie förderfähige Maßnahmen oder der Umfang der Förderung festgehalten wurden. Ein Leitfaden also, der die Rahmenbedingungen im Vorfeld abklärt. Wer genau das Erscheinungsbild festlegt, möchte dabei die Bezirksrätin Gabriele Off-Nesselhauf wissen, immerhin sei der einzelne Geschmack ja subjektiv. Grundsätzlich handle es sich dabei um Einzelfallentscheidungen, „das Konzept muss zusammenpassen“, so Vossen. Farben dürfen beispielsweise nicht zu grell sein, eine Förderung müsse Sinn machen – alles weitere würde in gemeinsamer Absprache mit der Verwaltung der Stadt entschieden. Erste Anfragen seitens Einzelhändler seien bereits erfolgt, erklärt Vossen weiter, „das Marketing ist vorbereitet“. 

Claudia Becker

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