Engagement in und nach der Pandemie zeigen

Infobörse für Ehrenamtliche in Germering

Würden sich über mehr Ehrenamtliche freuen: Melanie Schillert (links), Germeringer Insel, Fachstelle für pflegende Angehörige, und Isabelle Fuhrmann (rechts) vom Caritas Zentrum Fürstenfeldbruck.
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Würden sich über mehr Ehrenamtliche freuen: Melanie Schillert (links), Germeringer Insel, Fachstelle für pflegende Angehörige, und Isabelle Fuhrmann (rechts) vom Caritas Zentrum Fürstenfeldbruck.
  • Claudia Becker
    VonClaudia Becker
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Germering – Wie wichtig Zusammenhalt und Engagement ist, wird einem besonders in Krisenzeiten immer bewusster, vor allem, wenn notwendige Kräfte und Helfer fehlen. Diese Erfahrung musste nun auch die Germeringer Insel beziehungsweise allgemein Organisationen wie die Diakonie, die Caritas oder der Sozialdienst machen: Die Ehrenamtlichen blieben zu Corona-Zeiten überwiegend aus.

„In der Pandemie sind viele aus ihrem Ehrenamt ausgeschieden“, erklärt Melanie Schillert von der Germeringer Insel, Fachstelle für pflegende Angehörige. Ein markanter Grund dafür war sicherlich das Durchschnittsalter, welches Ehrenamtliche in der Regel haben. Da die meisten bereits über 60 Jahre alt seien und selbst der Risikogruppe angehörten, war die Unsicherheit bei vielen groß. „Viele Engagierte haben da ihr Amt ruhen lassen“, sagt Schillert. Verständlich einerseits, aber ein Problem für die Organisationen wie Sozialdienst oder Insel, die genau auf diese Ehrenamtlichen angewiesen sind. Egal ob Hausaufgabenbetreuung, Helfer bei der Tafel, Demenzhelfer, Rasenpflege oder Vorlesen und gemeinsames Basteln. All diese Aktivitäten wurden in den vergangenen Monaten heruntergefahren.

Auch wenn sich mittlerweile vieles wieder gelockert habe und die meisten Helfer geimpft wären, so kam ein neues Problem hinzu: Viele der ehrenamtlichen Helfer haben sich zwischenzeitlich umorientiert oder andere Hobbys gestartet, sodass sie keine Zeit mehr haben, wieder zu starten. Der zeitliche Aufwand eines Ehrenamtes sei ganz unterschiedlich, erklärt Schillert. Das reiche von ein paar Stunden im Monat bis hin zu mehreren Stunden am Tag – je nach Ehrenamt.

Die Infobörse findet am Donnerstag, 28. Oktober, ab 14 Uhr statt

Da viele Menschen gar nicht genau wissen, welche Ehrenämter es überhaupt in Germering gibt, wird am 28. Oktober um 14 Uhr eine Infobörse unter dem Motto „Engagement in und nach der Pandemie“ veranstaltet. Stattfinden wird das Ganze im Mehrgenerationenhaus Zenja in der Planeggerstraße 9 im dritten Stock. Der Eintritt zu der Ehrenamtsbörse ist frei, eine vorherige Anmeldung unter 089 8405358 oder info@germeringerinsel.de sei jedoch erforderlich. Ebenso zu beachten sei die 3G-Regel, die vor Ort nachgeprüft wird.

Starten wird die Börse mit vier Impulsvorträgen durchgeführt von den Vertretern der einzelnen Bereiche aus der Germeringer Insel, der Caritas, der Diakonie sowie des Sozialdienstes. Im Anschluss können individuelle Fragen gestellt werden und mehr über die einzelnen Ämter in Erfahrung gebracht werden. „Man sollte sich im Vorfeld vielleicht überlegen, wie viel Zeit man investieren möchte und in welche Richtung man helfen will“, sagt Schillert. Möchte man als Ehrenamtlicher lieber mit Kindern oder älteren Menschen arbeiten? Soll es sporadisch oder regelmäßig sein? Die jeweiligen Ansprechpersonen helfen dann weiter. Wer an dem Donnerstag keine Zeit hat, könne jederzeit einen individuellen Beratungstermin bei der Germeringer Insel ausmachen, betont Schillert. Flyer zur Börse liegen unter anderem im Zenja aus. Weitere Informationen gibt es hier.

Claudia Becker

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