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"Traditionen erhalten"

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Seit 2003 steht er in voller Pracht neben dem Maibaum an der Salzstraße – der Jakobsbrunnen. Errichtet wurde er vom Förderverein für Heimatpflege mit Unterstützung der Stadt Germering zu Ehren des Heiligen Jakobus. Dieser musste schon einiges mitmachen: bereits das sechste Mal wurde sein Stab abgerissen.

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1 / 13Die Ostereier sind bereits auf Draht aufgezogen. © Becker
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2 / 13Der Osterbrunnen wird von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins jedes Jahr vor Palmsonntag geschmückt. © Becker
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3 / 13Der Osterbrunnen wird von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins jedes Jahr vor Palmsonntag geschmückt. © Becker
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4 / 13Der Osterbrunnen wird von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins jedes Jahr vor Palmsonntag geschmückt. © Becker
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5 / 13Der Osterbrunnen wird von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins jedes Jahr vor Palmsonntag geschmückt. © Becker
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6 / 13Der Osterbrunnen wird von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins jedes Jahr vor Palmsonntag geschmückt. © Becker
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7 / 13Der Osterbrunnen wird von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins jedes Jahr vor Palmsonntag geschmückt. © Becker
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8 / 13Der Osterbrunnen wird von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins jedes Jahr vor Palmsonntag geschmückt. © Becker
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9 / 13Der Osterbrunnen wird von den Mitgliedern des Heimatpflegevereins jedes Jahr vor Palmsonntag geschmückt. © Becker
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10 / 13Schlosser Peter Schröfl befestigt das abgerissene Stück des Stabes wieder. © Drexler
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11 / 13Schlosser Peter Schröfl befestigt das abgerissene Stück des Stabes wieder. © Drexler
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12 / 13Der Heimatverein trifft sich ein paar Tage im Voraus zum Girlandenbinden. © Steipe
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13 / 13Der Heimatverein trifft sich ein paar Tage im Voraus zum Girlandenbinden. © Steipe

Germering - Glücklicherweise konnte der Stab im Februar aufgefunden werden und so wurde er, rechtzeitig zum Schmücken des Brunnens, vom Schlosser Peter Schröfl fachmännisch zusammengesetzt. Lang appelliert deswegen im Namen des Vereins an den oder die Täter „dieses von der Allgemeinheit gestiftete Denkmal zukünftig unversehrt zu lassen. Er erspart damit öffentlichen Ärger und unnötige Kosten, die ihn auch selbst treffen können.“ Ab dem Jahr 2004 wurde es zur alljährlichen Tradition, dass der Brunnen mit bunten Eiern und grünen Girlanden dekoriert wird. Die aus Buchs und Koniferen bestehenden Girlanden wurden ein paar Tage im Voraus von den rund zwölf Mitgliedern des Heimatpflegevereins gebunden. Einen Tag vor Palmsonntag trafen sich dann alle bei fröstelnden Temperaturen, um alles an den Brunnen anzubringen. Die mittlerweile etwa 1.000 Eier sind bereits auf Draht aufgezogen und liegen zum Dekorieren bereit. „Zwischendurch müssen immer Mal wieder ein paar Eier ersetzt werden“, sagt Evelyn Lang, zweite Vorsitzende. 

Plastik statt Natur - So geht weniger zu Bruch

Aber dennoch seien sie froh, dass es sich um Plastikeier handle, nicht wie in manchen Regionen der Fränkischen Schweiz – von hier kommt der Brauch des Osterbrunnens nämlich – in denen auch echte Eier zum Einsatz kommen. „Wer weiß, wie viele da jedes Jahr zu Bruch gehen würden“, sagen einige Damen des Vereins einstimmig. Die Eier wurden von den Schülern der Kleinfeldschule bemalt. Langjähriger Rektor und seit 2014 Ehrenvorsitzender des Vereins Albert Bichler ist es vor allem wichtig „die alten Traditionen am Leben zu erhalten“. Umso mehr freut er sich, dass der Brunnen schon zum 16. Mal in vollem Glanze erstrahlt. Ein Ei sei dabei schöner als das andere. Betrachtet werden kann das „Oster-Werk“ zwei Wochen lang, von Palmsonntag bis zum Weißen Sonntag, dem Sonntag nach Ostern.

Claudia Becker

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