Ausbau der Mittagsbetreuung: Kleinfeldstraße für drei Monate halbseitig gesperrt

Lange Bauzeit sorgt für Ärger

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Spielwarenhändlerin Renate Magg ist sauer, weil die Kleinfeldstraße für über drei Monate halbseitig gesperrt wird.

Die Mittagsbetreuung an der Kleinfeldschule wird ausgebaut.

Germering – Um neue Plätze für die Kinder zu schaffen, will die Stadt die bestehenden Container auf dem Schulgelände für insgesamt 710 000 Euro um eine Etage aufstocken. So sollen 75 neue Betreuungsplätze entstehen. Seit Wochenbeginn laufen die Arbeiten, für die die Kleinfeldstraße halbseitig gesperrt ist. Bis Ende August gilt eine Einbahnstraßen-Regelung. Doch dagegen regt sich Widerstand.

Baustelle ist eine "Katastrophe"

Für Renate Magg und ihr gleichnamiges Spielwarengeschäft direkt gegenüber der Schule ist die Baustelle „eine Katastrophe“. „Ich bin stinksauer“, sagt die Spielwaren-Händlerin. Denn von den Plänen hat sie erst vergangene Woche aus der Zeitung erfahren. „Mir hat niemand etwas gesagt“, erklärt Magg. Sie kann nicht verstehen, warum es über drei Monate dauert, neue Container für die Schüler aufzustellen. Magg rechnet für den Sommer mit erheblichen Umsatzeinbußen. „Dabei habe ich mich gerade von den Arbeiten am Kleinen Stachus erholt“, sagt sie.

Umsatzrückgang befürchtet

Das Problem: Als die Zufahrt vom Kleinen Stachus dicht war, seien viel weniger Kunden in ihr Geschäft gekommen. Um rund 50 Prozent sei der Umsatz zurückgegangen. Jetzt ist dieser Weg wieder versperrt. „Wenn die Leute nicht direkt hierher fahren könnnen, kommen sie nicht“, sagt Magg. Jetzt befürchtet die Spielwaren-Expertin, dass sie auf einem Großteil ihres Sommer-Sortiments sitzen bleibt. Denn viele Kunden kauften etwa auf dem Weg zum Freibad noch Bade- sachen oder Spielzeug. 

Umfangreiche Arbeiten

Stadtbaumeister Jürgen Thum verteidigt die Baumaßnahme. Dass die Aufstellung der neuen Container so lange dauere, liege daran, dass man für das zweite Stockwerk ein neues Fundament anlegen müsse. „Zwei Stockwerke waren ursprünglich nicht geplant“, so Thum. Deshalb müssten zuerst die bestehenden Container abgebaut, Erdreich ausgebaggert und ein Fundament betoniert werden. Außerdem muss die Stadt wegen der zusätzlichen Betreuungsplätze mehr Parkplätze zur Verfügung stellen. Deshalb müsse auch der Gehweg vor der Schule neu geführt werden. All diese Arbeiten dauerten eben ihre Zeit.

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