1. kreisbote-de
  2. Lokales
  3. Fürstenfeldbruck

Zigarettenkippen-Ramadama 

Erstellt:

Kommentare

So viele Zigarettenstummel sind bei der Aktion zusammengekommen.
So viele Zigarettenstummel sind bei der Aktion zusammengekommen. © Omas for Future

Germering – Ein aktuelles Projekt der Omas for Future Germering ist, zusammenhängend mit dem Thema Plastikmüll, das Zigarettenkippen-Ramadama. Denn auch Kippenfilter sind aus Plastik.

„Es war mühsam und hat zwei Stunden gedauert, die rund 1.500 Kippen einzusammeln“, erklärt Ingeborg Köstner von den Omas for Future. Gesammelt wurde Ende Februar auf einer Fläche von etwa sechzig Quadratmetern. „Und das vor einem Kindergarten. Ich habe dann zwei wetterfeste Sammelbehälter mit Deckel an den Pfosten der Fahrradüberdachung befestigt“, erzählt Köstner weiter. Auf den Behältern steht, warum eine sachgerechte Entsorgung notwendig ist. Ab diesem Zeitpunkt, so beschreibt es die „Oma“, fast alle Kippen in diesen provisorischen Aschenbechern, die sie bisher auch regelmäßig leere. So seien in den letzten Monaten weit über 2.000 Zigarettenstummel zusammengekommen, „die sonst hier im Germeringer Boden gelandet wären“.

So sehen die Sammelbehälter aus.
So sehen die Sammelbehälter aus. © Omas for Future

Solche Brennpunkte gebe es viele in der Stadt. Zigarettenstummel werden oft einfach auf die Straße geworfen. „Sogar auf Kinderspielplätzen landen welche, wo sie eine direkte Gefahr für spielende Kleinkinder darstellen“, sagt Köstner. Die Omas for Future wünschen sich, dass möglichst viele Menschen, sie bei ihrem Versuch unterstützen, die Welt aufzuräumen, angefangen in Germering.

An möglichst vielen Orten in der Stadt, beispielsweise an Gartenzäunen, könnten die Zigarettenkippen-Sammelbehälter befestigt werden. „Ausgerüstet mit Schutzhandschuhen und Beutel kann man Spaziergänge auch dazu nutzen, Kippen aufzusammeln, um sie dann fachgerecht im Restmüll zu entsorgen“, meint Köstner. Die Omas appellieren aber auch an die Stadt, noch mehr Aschenbecher-Angebote zu installieren. Wer eine Dose auf seinem Grundstück anbringen möchte, kann sich per E-Mail an germering@omasforfuture.de wenden. Auch Hinweise, wo Dosen sinnvoll und notwendig wären, seien willkommen.

Eine Zigarette ist in wenigen Minuten geraucht, belastet die Umwelt aber jahrelang. Der Filter besteht aus vielen Giftstoffen, die mit dem Regenwasser in den Boden, in Gewässer oder in die Kanalisation gelangen. „Aus Liebe zu unseren Nachkommen versuchen wir, unseren Lebensstil zu verändern und ein besseres Vorbild zu sein. Wir können ein Viertel der CO2-Emissionen einsparen, wenn jeder einzelne klimabewusster leben würde“, erklären die Omas for Future. Die nächste Klimawache ist am Freitag, 3. Juni, von 15.30 bis 17 auf dem Marktplatz, Ecke Untere Bahnhofstraße/Landsberger Straße. Dort kann man sich auch die Taschenaschenbecher holen.

red

Auch interessant

Kommentare