Germeringer Partei zelebriert Neujahrsempfang mit Kabarettist Jürgen Kirner

Das "Who is Who" der CSU

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Kabarettist Jürgen Kirner (Mitte) als diesjähriger Festredner beim CSU Neujahrsempfang in Germering.

Ein großes Plakat mit dem Konterfei von Oberbürgermeister Andreas Haas prangt im Hintergrund der Bühne im Roßstall-Theater. Die Veranstaltung ist reichlich besucht, immerhin hat die Germeringer CSU zum Neujahrsempfang geladen. Diesjähriger Festredner – Kabarettist und Volkssänger Jürgen Kirner.

Germering - Immerhin habe ihm Kirner eines mit auf den Weg gegeben, was Neujahrsansprachen betreffe, erzählt der Ortsvorsitzende Oliver Simon bei der Begrüßung, diese seien immer eine rechte Tortur. Damit es in Germeringer nicht zu einem Tortur-Déjà-vu käme, solle Kirner doch einfach selber vorbeikommen. Gesagt, getan und der gebürtige Oberpfälzer und CSU-Mitglied ließ es sich nicht nehmen, seine Worte an die Germeringer zu richten. Der Wahlkampf steht vor der Tür, das wird einem auch an diesem Tag bewusst. Die Stadtratskandidaten haben sich besonders herausgeputzt, Mitglied des Landtags Benjamin Miskowitsch sowie Bundestagsabgeordneter Michael Kießling sind ebenso vor Ort wie die Bürgermeister aus Alling und Maisach. Landrat – und gebürtiger Germeringer – Thomas Karmasin ließ sich krankheitsbedingt durch seine Stellvertreterin Martina Drechsler vertreten. Die Werbetrommel in eigener Sache wurde ordentlich gerührt – neben den CSU-Mitgliedern sind ja auch Vertreter der örtlichen Vereine und Institutionen wie Feuerwehr, Polizei oder Wasserwacht geladen. Knapp zwei Monate sind es noch bis zu den anstehenden Kommunalwahlen am 15. März. Neben dem Amt des Oberbürgermeisters und den Stadträten wird auch ein neuer Kreistag sowie Landrat gewählt.

Wahlkampf - Kommunalwahlen am 15. März

Die Germeringer werden an diesem Tag also vier Stimmzettel ausfüllen müssen. „Wir wollen GerMEHRing machen. Nur miteinander können wir ein gutes Miteinander machen“, so zitiert Simon den Slogan des Wahlkampfs. Auch Kirner merkt in seiner Rede an, dass es ihm in der heutigen Zeit immer wichtiger wäre das Gemeinwohl vor das „Meinwohl“ zu stellen. Ein bisschen weniger Egomanie, so der Münchner, der seit 35 Jahren CSU-Mitglied ist. Dass er nicht alles seiner Partei gut heiße, stellt er gleich zu Beginn klar und nimmt dabei kein Blatt vor den Mund. Besonders Herzensdamen wie Ilse Aigner, wie er sie nannte, seien ihm wichtig. Ministerpräsident Markus Söder kritisierte er in seiner Rede jedoch ebenso wie die SUV-fahrenden Grünen, die vom momentanen „Greta-Hype“ profitieren würden. „Der Politikbetrieb verkommt zum Marionettentheater“, sagt Kirner. Und dabei gebe es nur Verlierer. Wieder mehr Mensch sein, das wünsche er sich. Er möchte die CSU gerne liberalisieren, denn in seinen Augen müsse seine Partei verstehen, dass sich die Welt verändert hat. Auf die Frage, ob er immer die CSU wähle, antwortete Kirner klar „nein“. Er wähle Menschen, nicht Parteien. 

Mehr für Germering

Da muss sich der amtierende Germeringer Oberbürgermeister bei den kommenden Wahlen wohl wenig Sorgen machen, auf dem Beliebtheitsranking ist der 55-Jährige weit oben – immerhin kennen ihn die Germeringer seit nunmehr knapp zwölf Jahren an der Spitze. Er sei mit Leib und Seele Oberbürgermeister und habe immer ein offenes Ohr für seine Mitbürger, so Haas an diesem Vormittag. „Ein großer Bestandteil meiner Arbeit ist es alle Argumente zu erfassen und auch meinen eigenen Standpunkt zu reflektieren und auch Mal zu hinterfragen“, sagt Haas. Ein gerechtes Miteinander, dass sei auch für ihn persönlich ein Stichwort in diesem Jahr. Wieder zu alten Werten zurückfinden, immerhin sei Germering sozial in seinen Augen bereits hervorragend aufgestellt. „Viele machen mehr als sie müssten, viele sind ehrenamtlich tätig. Und genau das macht Germering zu einer lebens- und liebenswerten Stadt“, erklärt der Oberbürgermeister. Eines fügt er noch hinzu, das was Germering ausmache, soll erhalten bleiben, dennoch sei er aber Neuerungen gegenüber aufgeschlossen. So sind neben altbekannten auch viele neue Gesichter unter den Stadtratskandidaten auszumachen. Ähnlich wie SPD oder Grüne versucht auch die CSU sich neu, oftmals verjüngt, aufzustellen. Wenn auch die männlichen Kandidaten knapp überwiegen. „MEHR Miteinander. MEHR Germeringer. MEHR Machen. – damit wollen die CSUler überzeugen. Stichtag ist der 15. März. 

Claudia Becker

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