Polizei ehrt drei mutige Männer

Kinobesuch für Zivilcourage

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Die Inspektions-Leiter Jürgen Dreiocker (links), und der stellvertretende Inspektionsleiter Andreas Ruch (rechts) ehrten (von links): Zvonimir Pittner (29J), Daniel Hecht (29J.) und Sascha Kaiser (43 J) für ihren Einsatz.

Am gestrigen Donnerstag, 27. Juli, lud die Germeringer Polizei drei mutige Zeugen in die Inspektion ein, um sich persönlich bei allen dreien für ihre Zivilcourage zu bedanken.

Germering - Der Grund für die Einladung bestand darin, dass die Männer durch ihr mutiges Tätigwerden in der Nacht des 28. Juni einen 18-jährigen Abiturienten aus München der Polizei übergeben hatten, der zuvor eine Schneise der Verwüstung an vornehmlich in der Kriegerstraße geparkten Autos hinterlassen hatte. Der dabei entstandene Sachschaden beläuft sich auf über 10.000 Euro. Die drei engagierten Zeugen erhielten für Ihren Einsatz von der Dienststellenleitung der PI Germering jeweils zwei Überraschungspakete für einen Kinobesuch in Germering.

Was war geschehen?

Ein 43-jähriger Anwohner befand sich in der Tatnacht gerade im Bad, als er gegen 1 Uhr durch laute Geräusche auf der Straße aufmerksam wurde. Daher öffnete er das Fenster und konnte sehen, wie ein um sich schreiender Jugendlicher die Seitenspiegel von geparkten Pkw´s abtrat und die Scheibenwischer abknickte. Da er Angst um sein ebenfalls dort stehendes Auto hatte, lief er sofort nur Boxershorts bekleidet und ohne Schuhe auf die Straße, um dem Treiben des Randalierers Einhalt zu gebieten. Als er auf der Straße ankam, konnte er sehen, wie der völlig enthemmte 18-jährige Münchner auf dem Dach eines Mitsubishi´s herumhüpfte. Beim Anblick des durchaus sportlichen Anwohners, ergriff der Randalierer, der sich in Begleitung eines gleichaltrigen Freundes aus Germering befand, die Flucht.

Leicht bekleidet auf Verfolgungsjagd

Durch den Lärm des auf dem Dach herumspringenden Jugendlichen waren auch die beiden 29-jährigen Männer, die sich gerade auf dem Balkon befanden, auf das Geschehen aufmerksam geworden, die der 43-Jährige dann sofort ansprach, ihm zu helfen. Auch diese Männer nahmen mit freien Oberkörpern sofort die Verfolgung der flüchtenden Jugendlichen auf.

Jugendliche vor der S-Bahn gestellt

Die drei Männer schlossen praktisch während der gemeinsamen Verfolgungsjagd Freundschaft und schafften es tatsächlich über die knapp 800 Meter lange Strecke die Flüchtenden gerade noch rechtzeitig einzuholen, ehe diese in die gerade eingefahrene S-Bahn Richtung München hineinspringen konnten.

Die beiden Jugendlichen konnten im Anschluss von ihren Verfolgern vor den bereits geöffneten Türen der S-Bahn in „Gewahrsam genommen werden“. Die leicht bekleideten Zeugen ernteten bei Fahrgästen und beim Personal der S-Bahn zunächst ungläubige Blicke, als sie von diesen aufgefordert wurden, die Polizei zu verständigen.

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