Germeringer Polizei stellt Unfallflüchtigen nach Verfolgungsjagd

Unfallflucht endet im Wandschrank

Germeringer fährt Auto an und flüchtet
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Die Germeringer Polizei konnte den Unfallflüchtigen dank der Hilfe von Anwohnern stellen.

Germering - Die Germeringer Polizei meldet einen kuriosen Vorfall, der sich am Sonntagabend, 27. September, ereignete.

Zunächst konnte gegen 22.40 Uhr im Rahmen einer Kontrollstelle von mehreren Streifenbeamten aus Richtung Richard- Wagner-Straße lautes Reifenquietschen, kurz darauf ein lautstarker Zusammenstoß von zwei Fahrzeugen und anschließend die Stimme einer laut schreienden Frau wahrgenommen werden. Wenige Sekunden darauf konnte an der Einmündung Max-Reger-Straße/Richard-Wagner-Straße ein stark beschädigter Seat Ibiza festgestellt werden. Dessen Besitzerin, eine 31-jährige Kinderpflegerin, wie sich rasch herausstellte handelte es sich bei ihr um die Frau, die kurze Zeit zuvor laut geschrien hatte, stand fassungslos bei ihrem Pkw. Sie gab an, dass ein roter kleiner Pkw mit überhöhter Geschwindigkeit aus der Max-Reger-Straße kommend gegen ihren ordnungsgemäß am rechten Straßenrand geparkten Pkw gefahren war und diesen anschließend gegen den Randstein gedrückt hatte. Dadurch wurde die gesamte linke Fahrzeugseite eingedellt und der Seat erlitt an der hinteren Achse einen Achsbruch. Im Anschluss setzte der Unfallverursacher seinen Wagen zurück und flüchtete in nördlicher Fahrtrichtung.

Anwohner machten sich auf Verfolgungsjagd

Eine 23-jährige Anwohnerin und ihr 25-jähriger Freund konnten den Zusammenstoß beobachten und verfolgten den roten Pkw mit ihrem Fahrzeug bis zur Wohnadresse des Fahrzeuglenkers in der Steinbergstraße. Die 23-jährige Zeugin verständigte von dort umgehend den Notruf und teilte mit, dass der Fahrer seinen roten Pkw zunächst in seiner Garage geparkt hatte und im Anschluss in das Treppenhaus gegangen sei. Der Freund der Zeugin hatte den Fahrer noch zuvor auf den Unfall angesprochen, worauf dieser jedoch überhaupt keine Reaktion zeigte. Kurz darauf traf eine Streife an der Wohnadresse ein. Da der Motor an dem Fluchtfahrzeug noch warm war und die Halterdaten mit der Fahrerbeschreibung der Zeugen übereinstimmten, wurde dessen Wohnungstür gewaltsam geöffnet , da dieser zuvor weder auf nachhaltiges Klingeln noch auf Klopfen öffnete. Der Gesuchte befand sich jedoch wider Erwarten nicht in seiner Wohnung. 

Ein Tipp führte zum Unfallverursacher

Auf den Tipp eines Anwohners, dass der betreffende Mann zugleich Hausmeister an seiner Wohnadresse sei und es mindestens zwei leerstehende Wohnungen im Gebäude geben soll, wurden mittels Schlüsseldienst die Wohnungstüren der besagten leerstehenden Wohnungen geöffnet. In einer dieser Wohnungen im obersten Geschoss konnte der unfallflüchtige Mann in einem eingebauten Wandschrank, in dem er sich versteckt hatte, schließlich entdeckt und festgenommen werden. Da sehr deutlicher Alkoholgeruch bei ihm wahrgenommen werden konnte, wurde der 30-Jährige sofort als Beschuldigter belehrt. Zur Eigensicherung für den Transport zur PI wurden ihm Handschellen angelegt. Da der Mann sich nach seiner Festnahme äußerst unkooperativ verhielt und nicht mitkommen wollte, musste er über das Treppenhaus zum Streifenwagen getragen werden. Nachdem er einen Alkoholtest verweigerte, wurde eine Blutentnahme im Krankenhaus Fürstenfeldbruck durchgeführt. Sein Führerschein wurde beschlagnahmt.

Dash-Cam-Aufnahmen als Videobeweis

Erwähnenswert ist noch die Tatsache, dass die Flucht des 30-Jährigen von der Unfallörtlichkeit bis zu seiner Wohnadresse mittels Dash-Cam gefilmt wurde und die entsprechende Videosequenz als Beweismittel für das Strafverfahren gesichert werden konnte. 

pi 

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