Blumen, Bäume, Blätter: Bei den Hegeners dreht sich alles um den Garten

Daheim im Grünen Paradies

Gärtner-Paar aus Leidenschaft: Seit über 20 Jahren arbeiten Irene und Gerhard Wilhelm Hegener an ihrem Garten – fertig werden sie nie.

Zum Tag der offenen Gartentür kamen knapp 200 Gäste: Ein Besuch im Garten von Gerhard Wilhelm und  Irene Hegener.

Germering – Der Weg ins Paradies führt durch die Garage. Nach ein paar Metern im schnöden Abstellraum fürs Auto tut sich dem Besucher ein Refugium auf, vor dem selbst die Schlossgärtner von Versailles den Hut ziehen würden. Gräser wiegen sich im Wind, Hortensien strecken ihre bunten Blüten in die Luft, ein Fisch aus Stein spuckt unablässig Kühles Nass in den mit Seerosen bedeckten Teich. Ein wahrer Garten Eden. Adam und Eva – um im Bild zu bleiben – heißen im richtigen Leben Gerhard Wilhelm und Irene Hegener und im Gegensatz zu ihren biblischen Vorbildern haben sie sich ihr Paradies in mehr als 20 Jahren selbst erschaffen. 

Der Garten ist in stetem Wandel

Im Jahr 1990 haben die Hegeners den Grundstein für ihre Grüne Oase gelegt. „Seitdem ist er in ständigem Wandel“, erklärt Irene Hegener. Das liegt zum einen am steten Wandel der Jahreszeiten, zum anderen an der Umtriebigkeit des Paares. Ihren Tagesablauf bestimmt der Garten. Wenn andere verschlafen zum Frühstücks-Tisch schlürfen zieht es das Paar erst einmal in den Garten. Verblühte Blüten entfernen, umgeknickte Blümchen wieder aufrichten, hier und da ein bisschen zupfen und sich am Anblick erfreuen: So sieht der Start in den Tag im Hause Hegener aus. 

Arbeitsteilung bei der Gartenarbeit

Drei bis vier Stunden verbringt das Ehepaar jeden Tag mit Gartenarbeit. Wenn die Sonne vom Himmel knallt, dauert allein das bewässern schon mehr als eine Stunde. Aber von nichts kommt eben nichts. Seine Arbeit hat das Ehepaar übrigens klar aufgeteilt: Er schneidet Bäume und Hecken oder mäht den Rasen, sie macht sich Gedanken über Farbkombinationen oder Anordnung von Pflanzen und kümmert sich um die Pflege der Blümchen. 

Gemeinsam zum Nachschub organisieren

Gemeinsam sind die beiden unterwegs, wenn es darum geht, Nachschub fürs Paradies zu organisieren. Regelmäßig klappert das Paar Gartenmärkte, Gärtnereien oder Baumärkte ab, sucht nach ganz konkreten Pflanzen oder lässt sich vom Angebot inspirieren. Ganz billig ist das nicht. Wie viel genau die beiden in ihr grünes Reich investieren, behalten sie deshalb lieber für sich. Aber das, was ihnen ihr Garten zurückgibt, kann man sowieso nicht mit Geld aufwiegen. „Der Garten hält uns jung“, sagt Gerhard Wilhelm Hegener. Man ist geneigt, ihm zu glauben. Mit seinen 83 Jahren sieht der Textilkaufmann im Ruhestand aus wie 65 und springt quietschfidel durch seinen 300 Quadratmeter großen Garten. 

Es gibt keinen Masterplan

Wie es weitergeht mit ihrem Garten, darüber machen sich die beiden nicht viele Gedanken. „Es gibt keinen Masterplan“, sagt Irene Hegener. Nach und nach heißt das Patentrezept – ein bisschen schneiden hier, ein neues Pflänzchen dort. Nur ein Problem haben die Hegeners bis heute nicht gelöst: „Die Pflanzen wachsen, der Garten nicht.“

Auch interessant

Meistgelesen

Wahl-Plakate beschmiert
Wahl-Plakate beschmiert
Mit einem Schlag in die Festwoche
Mit einem Schlag in die Festwoche
Unwetter bezwingt viele Bäume
Unwetter bezwingt viele Bäume
Brand im Gasthaus "Grüner Baum"
Brand im Gasthaus "Grüner Baum"

Kommentare