Der Germeringer Sozialdienst dankt treuem Kinderpark-Team

Nach 50 Jahren ist Schluss mit dem Konzept Kinderpark

Brigitte Blessing, Uta Wildner, Evelyn Kroll und die Leiterin des Kinderparks, Rosemarie Deimel (von links), waren jahrelang Teil des Kinderparks
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Nach 50 Jahren ist es soweit, der Abschied vom Kinderpark.

Germering – Müttern ein paar freie Stunden für einen Arzt- oder Friseurbesuch zu ermöglichen oder um einfach mal durch zu schnaufen – das war die ursprüngliche Idee des „Kinderparks“, der als eines der ersten Ressorts des Sozialdienstes 1970 ins Leben gerufen wurde. 

50 Jahre lang wurde dieses Angebot dankbar von Germeringer Familien angenommen, zeitweise sogar an zwei Stellen – in der Planegger Straße und in der Dorfstraße. „Ich selbst war damals unheimlich dankbar, meine Tochter ab und zu für ein paar Stunden in liebevolle Hände geben zu können, wenn mein älterer Sohn im Kindergarten war. Diese Zeit für mich war ein echtes Geschenk“, so Sozialdienst-Geschäftsleiterin Sabine Brügel-Fritzen.

Corona fordert weiteres Opfer - offenes Konzept nicht mehr haltbar

„Umso mehr bedauere ich, dass der Kinderpark in seiner bisherigen Form leider nicht mehr weitergeführt werden kann. Die Hygiene-Vorgaben im Rahmen der Corona-Pandemie erfordern nicht nur eine deutlich reduzierte Teilnehmerzahl, sondern auch feste Anmeldungen zur Nachverfolgbarkeit des Infektionsgeschehens. Dieses aber ist das genaue Gegenteil der ursprünglichen Idee, einfach spontan, niedrigschwellig und ohne Anmeldung mit seinem Kind vorbeizukommen“, so Brügel-Fritzen.

Abschied genommen - Sozialdienst startet mit neuen Ideen durch

Mit einem gemeinsamen Frühstück bedankte sich der Sozialdienst bei den Kinderpark-Mitarbeiterinnen, die sich über viele Jahre, zum Teil sogar über Jahrzehnte hinweg, um die kleinen Germeringer gekümmert haben. In den Räumen in der Dorfstraße ist seit Oktober eine Kindergarten-Gewöhnungsgruppe des Sozialdienstes untergebracht. Eine zweite Gruppe ist dort für Anfang 2021 geplant.

red

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