Neue Unterrichtsmodelle unterstützen

Germeringer Stiftung „Digitale Bildung“ entwickelt innovative Lernwerkzeuge

Schülerinnen des Willibald-Gymnasiums in Eichstätt beim Lernen mit BRAINIX.
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Schülerinnen des Willibald-Gymnasiums in Eichstätt beim Lernen mit BRAINIX.

Germering – Von den Möglichkeiten des digitalen Lernens können die Schulen in Deutschland bisher nur in geringem Maße Gebrauch machen. Auch wenn die digitale Infrastruktur vorhanden ist, fehlen Lernprogramme, die nach den Prinzipien aktueller Didaktik gestaltet sind, alle Anforderungen eines Lehr- oder Bildungsplans erfüllen und gleichzeitig das hybride Lernen mit verschiedenen Unterrichtsmodellen unterstützen. Die von der Stiftung Digitale Bildung entwickelte neue Lernsoftware BRAINIX lässt sich in traditionellem Unterricht, in temporär geteilten Klassen, in der Ganztagsbetreuung und beim Online-Lernen zu Hause einsetzen.

Die Möglichkeiten und Vorteile des hybriden Lernens, der Kombination von Online- und Präsenz-Lernformen, sind in der Corona-Zeit in den Fokus des Interesses gerückt, doch es fehlen bisher die passenden Instrumente zur Umsetzung in der Schulpraxis. Die 2019 gegründete gemeinnützige Stiftung Digitale Bildung entwickelt die Lernsoftware BRAINIX, die den Anforderungen eines modernen hybriden Unterrichts gerecht wird, wie Tests an verschiedenen Schulen gezeigt haben. Der Einsatz der Software kann in unterschiedlichen Varianten erfolgen, die das Online und Präsenz-Lernen optimal verbinden.

„Split-Classroom-Modell“

Die flexiblen Einsatzmöglichkeiten der Lernsoftware eröffnen Schulen und Lehrkräften Optionen, wie etwa das „Split-Classroom-Modell“, bei dem eine Hälfte der Klasse autonom mit der Lernsoftware den Stoff erarbeitet, während die anderen Schüler im Präsenzunterricht die per Software gelernten Inhalte vertiefen und erweitern. Dank halbierter Klassenstärke kann die Lehrkraft im Präsenzunterricht individueller und differenzierter auf die einzelnen Schüler eingehen und verfügt über mehr Freiheit in der Unterrichtsgestaltung, da die Aufgabe der Stoffvermittlung von der Software übernommen wird.

„Integrierter Modus“ und „Flipped Classroom“

Im „integrierten Modus“ wird BRAINIX als Lehrmittel im Rahmen der konventionellen Unterrichtsorganisation eingesetzt. Mit der Unterrichtsmethode „Flipped Classroom“ wird der Stoff als „Hausaufgabe“ mit der Software erarbeitet. Dadurch steht im Unterricht mehr Zeit für die individuelle und differenzierte Förderung der Schüler zur Verfügung. Beliebige weitere Kombinationen hybriden Lernens sind mit der Software realisierbar. Interessant ist auch die Unterstützung, die sie bei Engpässen durch Unterrichtsausfall und bei Vertretung bietet: Die Klasse kann in Vertretungsstunden mit der Software weiterlernen und sich bei längerem Ausfall einer Lehrkraft den Stoff weitgehend autonom im „Autopilot-Modus“ aneignen.

Flexibilität von BRAINIX

Stiftungsgründer Jürgen Biffar erklärt: „BRAINIX ist in hohem Maße flexibel und lässt sich sowohl in der konventionellen Unterrichtsorganisation als auch in neuen Varianten wie dem Split-Classroom-Modus einsetzen. Die Lehrkräfte können sich auf ihre Kernkompetenzen in der individuellen Lernplanung und Differenzierung fokussieren.“ Biffar war Gründer und bis 2019 Geschäftsführer von DocuWare, einem internationalen Anbieter von digitalem Dokumentenmanagement.

red

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