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Germeringer vhs zieht Bilanz und ehrt Ignaz Sedlmeier für 60 Jahre Mitgliedschaft

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Von: Claudia Becker

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Von links: Christian Grams (Aufsichtsratsvorsitzender), David Kulbe (Erwachsenenbildungsreferent), Ignaz Sedlmeier (Ehrenmitglied der vhs), Evi Seidel-Klarmann (Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende der vhs), Oberbürgermeister Andreas Haas, Fereschthe Erschadi-Zimmermann, Agnes Dürr, Heinz Burger und Eva Kuchler (alle Aufsichtsräte der vhs Germering).
Von links: Christian Grams (Aufsichtsratsvorsitzender), David Kulbe (Erwachsenenbildungsreferent), Ignaz Sedlmeier (Ehrenmitglied der vhs), Evi Seidel-Klarmann (Geschäftsführerin und Vorstandsvorsitzende der vhs), Oberbürgermeister Andreas Haas, Fereschthe Erschadi-Zimmermann, Agnes Dürr, Heinz Burger und Eva Kuchler (alle Aufsichtsräte der vhs Germering). © vhs

Germering – Es war nicht leicht für die Volkshochschule gewesen, auch nicht im zweiten Pandemiejahr. Bei der alljährlichen Mitgliederversammlung ließ der Aufsichtsratsvorsitzende Christian Grams das Jahr Revue passieren und ehrte gleichzeitig ein langjähriges Mitglied für sein Engagement.

Zum einen wurde angemerkt, dass das Anmeldeverhalten der Teilnehmer aus Bedenken vor einer Corona-Ansteckung oder aus Zukunftssorgen wegen der steigenden Inflation zurückhaltender war. Auch wurde der anstehende Abriss der Germeringer Harfe Anfang 2023 erörtert, mit der die vhs neun hochfrequentierte Räume verliert. Positiv zu vermerken sei aber, dass es für die vhs neue Räumlichkeiten in einem neu zu errichtenden Bildungshaus in zentraler Lage geben werde. Die Planungen dafür laufen schon, Fertigstellung sei für Mitte 2024 geplant, so Grams. „Nun gilt es, die Zeit bis dahin zu überbrücken und da gestaltet sich die Suche als ausgesprochen schwierig. Augen und Ohren sollen nach allen Seiten offengehalten werden“, erklärt der Vorsitzende.

Es sei keine einfache Zeit gewesen, das bestätigt auch Evi Seidel-Klarmann, Vorstandsvorsitzende der vhs. „Das Geschäftsjahr der VHS gestaltete sich außerordentlich schwierig“, sagt sie. Die vhs habe versucht, sich diesen Herausforderungen zu stellen. So wurden zahlreiche Veranstaltungen während des Lockdowns auf online umgestellt, später als sich Geimpfte wieder treffen konnten wurden auch Hybrid-Veranstaltungen angeboten. „Die Teilnehmerzahlen haben sich trotzdem im Vergleich zum Vorjahr verringert, gar nicht zu vergleichen sind sie mit den Jahren vor der Pandemie“, schildert Seidel-Klarmann die Situation. Als besonders gefragt haben sich Veranstaltungen aus dem Gesundheitsbereich, den Sprachen und dem Gesellschaftsbereich herauskristallisiert.

Finanziell habe man einige Bürden tragen müssen. Die erhöhten Teilnehmer-Gebühren seien von den Mitgliedern getragen worden. Trotz der staatlichen und kommunalen Zuschüsse, die in Höhe „normaler“ Jahre geflossen sind, mussten sowohl November-Hilfe 2020, sowie für 2021 Überbrückunshilfe als auch ein Rettungsschirm über den Verband beantragt werden, um die vhs aus den roten Zahlen zu holen, erklärte Seidel-Klarmann in ihrem Finanzbericht.

Ausblick auf 2022

Auch der Ausblick auf das Jahr 2022 sehe eher bedenklich aus. Zum einen schweben mögliche Corona-Verordnungen für den Herbst über ihnen, andererseits sei die Belastung durch den Auszug aus der Germeringer Harfe enorm. „Das Büro wird im September in das Gebäude der Firma Bausewein in der Industriestraße umziehen“, sagt die Vorsitzende. Für die Kursräume konnte die Stadt eine Verlängerung des Mietvertrages bis Ende Dezember erwirken, darüber hinaus gebe es noch keine Lösung. Betroffen sind vier Fachräume: sowie fünf Seminarräume. Das Semester werde deshalb für diese Räume nur bis Ende Dezember geplant. Auch die verstärkte Nachfrage nach Deutsch-Kursen durch die ukrainischen Flüchtlinge stellt die vhs vor Probleme, da sowohl Kurs-Räume als auch Deutschlehrer immer schwerer zu organisieren seien.

Zum Ende der Mitgliederversammlung gab es auch noch etwas Positives zu verkünden: Ignaz Sedlmeier, der seit 60 Jahren vhs-Mitglied und seit 16 Jahren für diese als Revisor tätig ist, wurde zum Ehrenmitglied der Volkshochschule Germering ernannt.

Becker

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