Stadt zieht Bilanz: Trotz pandemischer Umstände erfolgreich

Germeringer „Themenwochen Wärme“ von Erfolg gekrönt

Roland Schmid (mittig), Leiter der Stadtwerke Germering, stellt die Energiezentrale Nord vor und erläutert die Funktion vom Blockheizkraftwerken.
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Roland Schmid (mittig), Leiter der Stadtwerke Germering, stellt die Energiezentrale Nord vor und erläutert die Funktion vom Blockheizkraftwerken.

Germering – Das Bayerische Wirtschaftsministerium organisierte vom 15. bis zum 28. November die Themenwochen Wärme. Die Stadt Germering beteiligte sich mit mehreren Vorträgen und einer Besichtigung sowie Beiträgen auf ihren Social-Media-Kanälen.

„Mit über 50 Teilnehmenden waren die Themenwochen Wärme für uns ein voller Erfolg“, sagt Oberbürgermeister Andreas Haas. „Die Germeringer haben das Angebot wahrgenommen und gezeigt, dass eine Wärmewende „von unten“ auch in Germering möglich ist. Geplant waren zwar sechs Veranstaltungen, aufgrund der steigenden Inzidenz mussten wir vorsorglich einige Termine absagen oder auf Onlinetreffen ausweichen“, erklärt Haas.

Dabei kann sich die Bilanz sehen lassen: Am 16. November hat die Stadt in Kooperation mit dem Energiewendeverein des Freistaats C.A.R.M.E.N. eine telefonische Fachberatung zu erneuerbarer Wärmeerzeugung angeboten. Dieses Angebot nahmen vier Bürger mit konkreten Fragestellungen zu Pelletheizungen, Wärmepumpen sowie Solarthermie wahr.

Architektin und Energieberaterin Gisela Kienzle der Verbraucherzentrale Bayern hat am 18. November den Heinz-Braun-Raum in der Stadthalle gefüllt. 25 Bürger folgten ihrem Vortrag „Heizungserneuerung – Wie packt man’s an?“. Das Interesse am Thema war nicht nur so groß, dass der Termin fast eine Stunde länger dauerte, sondern es mussten mangels Platzes einige, nicht angemeldete Interessierte vertröstet werden, wie Pascal Luginger, Klimaschutzbeauftragter der Stadt, schildert. Die Vortragende wird am 18. Januar ihren Vortrag in ähnlicher Form als kostenloses Webinar wiederholen.

Architektin und Energieberaterin Gisela Kienzle (rechts, sitzend) der Verbraucherzentrale Bayern und Klimaschutzbeauftragter Pascal Luginger (links, stehend) begrüßten 25 Interessierte zum Vortrag „Heizungserneuerung – Wie packt man’s an?“.

Elf interessierte Germeringer haben am 20. November einen Einblick in die regenerative Wärmeerzeugung und Nahwärmenetze im Stadtgebiet erhalten. Roland Schmid, Leiter der Stadtwerke Germering, führte durch die Energiezentrale Nord und erklärte das Prinzip von Blockheizkraftwerken und der Verbrennung von Biogas. Bei der Führung durch die Technik wurden auch Fragen zu den neuen Pufferspeichern beantwortet, die kürzlich installiert wurden. Wir berichteten.

Anschließend besuchte die Gruppe das Betriebsgelände der Energiepark Germering GmbH. Landwirtschaftsmeister Werner Kirmair erklärte die einzelnen Produktionsschritte, wie aus lokalem Grüngut und regionalem Holz nachhaltige Wärme, biologischer Dünger und Waldbodeneinstreu für Pferde entsteht. Dabei konnten die Teilnehmenden einen gut drei Meter hohen, mobilen Häcksler in Aktion sehen. Anschließend führte Kirmair in das Herz des Energieparks: zwei große Hackschnitzelöfen, die das Wärmenetz an der Augsburger Straße versorgen.

Den pandemiebedingten, vorzeitigen Abschluss der Themenwochen bildete der Vortrag von Architektin und Mitarbeiterin am Stadtbauamt Wilfriede Schamoni am 25. November. Beim Vortrag „Die ideale Sanierung“ nahmen 21 Germeringer teil und konnten ihre Fragen zum Vorgehen bei Sanierungen und möglichen Fördermitteln stellen. Die Veranstaltung war als Präsenzveranstaltung im Rathaus geplant, konnte aber kurzfristig als Onlineformat stattfinden.

Hoffnung liegt auf 2022

„Wir hoffen, dass wir die abgesagten Termine nächstes Jahr in einem anderen Rahmen nachholen können“, so Luginger. Gemeint sind die ausgefallene Besichtigung des neuen Gebäudes am Abenteuerspielplatz sowie die Vorstellung des Energienutzungsplans mit Führung durch die Technik der Stadthalle. Weitere Informationen zu den Themenwochen Wärme und dem Team Energiewende Bayern finden Interessierte auf der Webseite zur Energiewende des Bayerischen Wirtschaftsministeriums.

red

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